ÜBERFÄLLIG seit Tag eins hier im Forum


#1

Bisher musste ich mir immer Mühe geben, ja nicht das Drumherum auf nem Bild mit auftauchen zu lassen, wenn ich ein Detail zeigen wollte.
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Schönen Abend,
T4 Junkie


(sämi.) #2

sieht aus wie neu!


#3

Es hat einfach zu viel Spass gemacht - total bekloppt, gegen jede Venunft - habe ich da “ein wenig” was dran gemacht, diesen Herbst. Die Basis hat dazu einfach eingladen. Da er erst 54000 Kilometerchen runter hat, beim Erstbesitzer bis 2016 immer schön im Schärme stand und gleich vorab zusätzlich extra professioell versiegelt woren war, hatte ich das Gefühl, dass das passt. Immerhin haben wir während der letzten Jahre zusammengenommen wahrscheinlich auch etwa nen halbes Jahr damit und darin verbracht für Urlaub und Arbeit und beim Basteln, dabei 22000Km abgespult,…

…, auch wenn es ein Tischbein für den Klapptisch nicht mehr unbedingt in Wagenfarbe gebraucht hätte, ist es doch schöner anzusehen,…oder die eine Blende, die ich drei mal gebaut habe, deren Form sich jetzt besser einfügt und deren Maserung jetzt in die richtige Richtung läuft,…unter dem Tisch ? sieht sowiesso keiner ? …na klar. Na Und.
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(sämi.) #4

Ach wie schön, wenn man für Details, die niemandem auffallen ausser einem selbst, idiotisch viel Zeit investiert. Das, finde ich, ist Kultur pur.


(sämi.) #5

Kann man in diesem Bus eigentlich auch schlafen? :wink:


(T3 Postbus 1988, 2.1L / T3 Transporter DJ 1984 / T5 LR Hochdachcamper 2.5L 2004) #6

Gute Ideen mit viel Detailverliebtheit! Schön ist er geworden! Wofür ist das gelochte Blexonblech? Kühlschrank?


(Wassergeboxter Allradler) #7

Wow, coooooool!!!


#8

Klipp-klapp …
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als Pfeiltastendaumenkino:
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G T4J
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#9

YApp, und Danke !

Ist der Abluftkanal - der Auszug ist vor Allem im hinteren Bereich grosszügig gelocht. Die Box kann von unten und von der Seite Luft ziehen und oben dann entlassen.

GT4J
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#10

Klapp - Klipp
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noch ein Pfeiltastendaumenkino
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24 Türchen wären passender, ich weiss. Und vor allem mit Schoggi dahinter und nicht einfach blos leer.


(Yves) #11

Sieht echt mega toll aus, hast ein schönes Stück zusammengebaut, vorallem der Bus sieht noch aus wie neu, so einen feinen T4 Sieht man selten :+1:


(sämi.) #12

Welche Holzplatten hast du genommen?


#13

Der Hohe Schrank, der Klapptisch und die Blenden in der Heckansicht sind “französische Seekiefer” Platten der Firma Thebault. Piniensperrholz, meine ich könnte man dem auch sagen.

Die Grundkonstruktion der Schlafliegesitzbänke ist aus Pappel OSB. Da habe ich mich vom Holzhändler spontan überreden lassen. Damals sollte es schnell gehen und der Händler meinte, die Platte sei genauso stabil wie Sperrholz.
Die Platte ist zwar stabiler als Span und auch leicht, ganz im Gegensatz zu Span oder MDF, aber doch eher weich und ausrissgefährdet bei punktueller Lasteinleitung.
Was mich damals spontan überzeugt hat war auch die Idee, dass die Oberflächen schon ab Werk versiegelt sind,…schliesslich sollte es schnell gehen. Mir war im Moment der Entscheidung an der Theke des Händlers nicht klar, dass die Verleimung der Kanten, dann aber zu dreivierteln über Lamellos und Verschraubungen tragen muss, wenn man nicht im Bereich der Verleimung vorher kräftig schleifen will.

Ausserdem hatte mir sehr gefallen, dass die Platte nicht mit einem herkömmlichen Leim gebunden ist sondern mit PUR Harz, das im Gegensatz zu ersterem prinzipiell komplett formaldehydfrei ist.

Letztendlich war ich nun vor kurzem sehr froh, das hintere Möbel unter sehr viel Mühen und mit sehr viel Vorsicht tatsächlich noch einmal grösstenteils zerlegen zu können, um Ausklinkungen und Ausschnitte anzubringen.

Im Nachinein würde ich das Material aber nicht wieder verwenden, auch wenn die Oberfläche soagr noch perfekt schmutzunempfindlich und hundertprozentig zu reinigen ist, und das gerade im Fussraum, wie hier, natürlich hochwillkommen ist.

Der Küchenblock ist aus Pappelsperrholz - ihn habe ich im Herbst noch einmal komplett grob und fein geschliffen, geölt, geschliffen, geölt,…So wirkt dann selbst unbelegtes Pappelsperrholz, erstaunlich handschmeichlerisch und hochwertig - sogar die Kanten wirken absolut sauber und geschlossen.

Die Verkleidungen rundum sind aus Birke und von mir wieder mit dem selben Ölen und Schleifen behandelt.

Ich war mir sicher, dass die vielen Hölzer grausamst ausseinanderfallen im Erscheinungsbild, habe aber jetzt fast den Eindruck, das der Unterschied zwischen frischer Pinie und einen Sommer nachgedunkelter Pinie der Auffälligste ist.

Ach ja, die Kanten der Pappel OSB Platten waren unser Herbstferienprojekt, Schleifen, spachteln, Schleifen, spachteln, Schleifen, Ölen, Schleifen, Ölen,… knappe 20 Laufmeter,…jeden Tag so 3 Stunden,…sieht besser aus als erwartet, spricht aus meiner Sicht trotzdem aber klar gegen die Platte und für so etwas wie Sperrholz.


(sämi.) #14

Wow, danke für die ausführliche Antwort! Du nimmst dir so viel Zeit. Chapeau!

Geschätzt sind es 16mm Platten bei Tisch und Schrank?


(Meier Mirco) #15

Hallo ,

So einen gut erhaltenen T4 dürfte man nicht alle Tage finden und den Ausbau find ich supergelungen :slight_smile:

Gruss Mirco


#16

Das Belegen der Tischplatte mit Linoleum ohne Spezialmaschinen hatte ich hier beschrieben. Nur indirekt angedeutet hatte ich den Begleitumstand ordentlicher Kopfschmerzen trotz Aktivkohle-Maske, Lüften, …

Das Ergebnis hat inzwischen den ersten Wechsel von Inneraumklima bei der Verarbeitung - auf Frost und Aussenklima gut überstanden.

Das trifft aber auch auf die Auflagen der Möbeloberseiten zu, die ich mit einem sehr viel weniger gefürchig daherkommenden, Produkt belegt habe: laut Packung nämlich sogar sogenannt “ohne Lösungsmittel”.
Die Sorgfalt bei den Vorsichtsmassnahmen hatte ich trotzdem noch erhöht, wo es irgend möglich war, …ich wollte ja nicht wieder die Kopfschmerzen.

Diesmal aber vermutlich vor Allem dank dieses Produktes ohne Kopfschmerzen im Ergebnis:
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Der Verbrauch lag obendrein noch nur bei einem Bruchteil vom Pattex.
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Bei der Recherche zum Thema Leim bin ich darüber gestoplert, dass Weissleim eigentlich platt ausgedrückt Plastik ist. Dachte immer das wäre, “vielleicht” nicht mehr auf Basis von Knochenbestandteilen, aber auf hoffentlich “naturidentischen” Ersatzstoffen, die chemisch sehr ähnlich sind,…
gewundert habe ich immer darüber, dass auch ein sogenannt formaldhydfreie Verleimumg, vor Allem betreffend der Leime, die Faser- und Spanwerkstoffe im Innersten zusammen halten, wenn es nicht in seltenen Fällen PUR Harze sind, nie wirklich formaldehydfrei ist,…

Lange Rede: Fürs Verleimen der Holzbauteile selbst bin ich immerhin auf die Gruppe der Glutinleime gestossen. Nix natur-IDENTISCH, nix Plastik. Blos Natur herself.
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Eine Recherche-Informations-Quelle und Quelle grosser Freude beim Zuhören, nicht nur wegen dem geballten Wissen, das Schreiner heutzutage in der Ausbildung nicht mehr lernen dürfen, ist der Schreinermeister Herr Greef. Sein Kanal findet sich hier. Für die Leime gibt es eine eigene Rubrik.

Die meisten der Leime muss man im Wasserbad warm machen - hab mir die Utensilien dafür zugelegt und werde berichten.

Aber man bekommt auch gebrauchsfertigen flüssigen Leim, den Fischleim. Oder kann sogar mit der Gelatine aus dem Küchenschrank grad loslegen, wenn die Hemmschwelle noch ein bischen niedriger sein darf.

Als 12-jähriger - kleiner Junge habe ich den Geruch geliebt, vom Platikkleber, mit dem ich ab dem 25. Dezember, meine neuesten Geschenkbausätze im Wohnzimmer zusammengesetzt habe.

Jetzt sind meine Spielzeugbausätze etwas gröber und selbstausgedacht. Den Leim dafür, erstmal den oben abgebildeten Fischleim, habe ich gestern für ein zwei kleine Reperaturen ausprobiert und gestaunt, dass dieser im Vergleich zu meinem Kleber von damals ziemlich wohlriechend ist - und - in keinem Fall nach dem riecht, was man befürchten könnte.

Frohes Basteln über die Feiertage,
Gruss
T4J


(C Beerli) #17

Echt genial geworden :+1: Immer geil die kleinen aber gewissen Details.

…und man muss ja nicht IMMER auf die Vernunft hören :stuck_out_tongue_closed_eyes: