Benzinpreis steigt :(

Hey Leute, wenn ihr die Benzinpreisentwicklung der letzten knapp 40 Jahre anschaut, dann ist der Sprit im Prinzip immer günstiger geworden.

Siehe da:
de.wikipedia.org/wiki/Bild:Benzin preis_ch.png

Wenn der Benzinpreis in gleichem Masse wie die Durchschnittsteuerung gestiegen wäre, dann läge er wohl eher gegen 4./Liter als bei 2.-/Liter wie jetzt.
Dann wäre auch der Anreiz, alternative Treibstoffe zu fördern, früher dagewesen. Aber wen hat das schon interessiert?
Ist vielleicht ein paar Gedanken wert.
Gruss, Manu

[quote=“nixon”]Wird von einer Französischen Firma aus dem gleichen Dorf installiert. Die Anlage alleine wäre günstiger. Wir wechseln aber auch noch gleich den Brenner aus. (Auf Niedrigtemperatur, allenfalls sogar auf einen Kombo-Ofen)

Hast Du Erfahrungen damit?

Griessli - Nixon[/quote]

hui, wohnst du in frankreich?
ok, dann ist klar dass es teuerer wird. wollte nur sagen dass man solaranlagen auch günstiger haben kann :wink:
jap, ich arbeite in der solarbranche.

[quote=“tigerenterich”]Hey Leute, wenn ihr die Benzinpreisentwicklung der letzten knapp 40 Jahre anschaut, dann ist der Sprit im Prinzip immer günstiger geworden.

Siehe da:
de.wikipedia.org/wiki/Bild:Benzin preis_ch.png

Wenn der Benzinpreis in gleichem Masse wie die Durchschnittsteuerung gestiegen wäre, dann läge er wohl eher gegen 4./Liter als bei 2.-/Liter wie jetzt.
Dann wäre auch der Anreiz, alternative Treibstoffe zu fördern, früher dagewesen. Aber wen hat das schon interessiert?
Ist vielleicht ein paar Gedanken wert.
Gruss, Manu[/quote]

:open_mouth: Wow, danke! Ab sofort gehe ich mit einem guten Gefühl tanken…
Ist ja schon fast ein Schnäppchen :laughing:

[quote=“nic”]

[quote=“nixon”]Wird von einer Französischen Firma aus dem gleichen Dorf installiert. Die Anlage alleine wäre günstiger. Wir wechseln aber auch noch gleich den Brenner aus. (Auf Niedrigtemperatur, allenfalls sogar auf einen Kombo-Ofen)

Hast Du Erfahrungen damit?

Griessli - Nixon[/quote]

hui, wohnst du in frankreich?
ok, dann ist klar dass es teuerer wird. wollte nur sagen dass man solaranlagen auch günstiger haben kann :wink:
jap, ich arbeite in der solarbranche.[/quote]

Cool! Da müssen wir unbedingt ein paar Worte wechseln. In welcher Region bist Du zuhause?

kanton zürich

was würdest du denn gerne wissen? kannst mir sonst auch eine pm schicken…

[quote=“nic”]kanton zürich

was würdest du denn gerne wissen? kannst mir sonst auch eine pm schicken…[/quote]

Ich spiel mit dem Gedanken an eine Photovoltaik-Anlage rum…

hallo zusammen

habe die diskussion hier ein bisschen aus der ferne verfolgt. bei der arbeit ist bie mir kürzliche ein text übers pult, welcher die ganze ölfrage aus dem blickwinkel “qngebot - nachfrage” beleuchtet.

er ist zwar etwas lange, dürfte aber ziemlich interessant sein. der autor: Daniele Ganser ist Dozent am Historischen Seminar der Universität Basel und forscht zum Peak Oil. Er studierte Geschichte und internationale Beziehungen in Basel, Amsterdam und an der London School of Economics and Political Science. Er ist Präsident der Association for the Study of Peak Oil (ASPO) Schweiz.
www.danieleganser.ch

Der Streit ums Erdöl wird bald heftiger

*Der kritische Zeitpunkt ist nicht das Ende des Erdölzeitalters, sondern dessen Halbzeit.
*
Die Friedensforschung untersucht, welche international tätigen Firmen den Krieg fördern und welche den Frieden stärken. «Business of Peace» heisst es in der Fachsprache, wenn eine internationale Firma nicht nur profitorientiert tätig ist, sondern zusätzlich durch hervorragende Leistungen im sozialen und ökologischen Bereich indirekt den Frieden fördert. Es gibt sie, diese Firmen.

Auch das «Business of War» ist eine Realität. Und es ist in der Erdölbranche deutlich häufiger zu finden als in anderen Branchen. Der französische Erdölkonzern Total ist im südostasiatischen Staat Myanmar aktiv. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nennt Total daher «die beste Stütze des Militärregimes». Die China National Petroleum Corporation fördert im Sudan. Die amerikanische Exxon Mobil (Esso) steht seit 2001 in den USA unter Anklage. Sie habe das indonesische Militär in Aceh unterstützt, um ein Gasfördergebiet zu kontrollieren. Esso sagte im laufenden Prozess, man habe keine Kontrolle über die Greueltaten des Militärs. Dasselbe sagt Shell in Nigeria.

Warum verlassen weltbekannte Erdölfirmen nicht einfach die Länder der Gewalt? Warum riskieren sie ihren Markennamen?
Das Problem: Erdöl ist auf der Erde nur endlich vorhanden, und die Nachfrage nach Öl explodiert, seit China und Indien sich industrialisieren. Bald ist die maximale globale Fördermenge erreicht, sagen Erdöl-Geologen. «Peak Oil» nennen sie diesen Punkt. Diesen Ausdruck kennt heute noch fast niemand. Aber wir werden ihn alle bald häufiger hören.

Was ist dieser Peak? Das englische Wort bedeutet «Spitze». Gemeint ist die Spitze einer Glockenkurve. Jedes Erdölfeld zeigt – oft zum Erstaunen des Laien – bei der Förderung eine solche Glockenkurve: Man beginnt bei null Fass pro Tag, erreicht nach einigen Jahren einen Spitzenwert, bei grossen Feldern gemessen in Millionen Fass pro Tag («million barrels per day», kurz: mbd), und sinkt dann wieder auf null ab. Dann ist das Feld leer oder zumindest in einem Zustand, in dem man nicht mehr rentabel fördern kann. Der Peak Oil ist also nicht das Ende des Erdölzeitalters, sondern die Halbzeit. Der Moment, in dem das absolute Maximum an Erdöl gefördert wird. Danach geht es für immer abwärts, das Angebot kann die Nachfrage nicht mehr befriedigen. Um den Rest wird immer heftiger gestritten werden.

Zählt man alle Felder eines Landes zusammen, kann man den nationalen Peak für ein Erdölförderland berechnen. Die USA haben diesen Peak 1970 erreicht, bei 9 mbd, seither ist die Fördermenge auf unter 6 mbd gefallen. War das ein Problem? Nein. Obwohl die USA heute rund 20 mbd brauchen, konnten sie das fehlende Öl importieren. Der nationale Peak blieb für den Konsumenten unsichtbar.
**
Es geht abwärts**
Das Problem verschärft sich seither. Venezuela und Libyen hatten wie die USA ihren Peak 1970, Rumänien 1976, Indonesien 1977, Tunesien 1981, und selbst Grossbritannien, das in den siebziger Jahren zusammen mit Norwegen in der Nordsee eine neue Goldgrube angezapft hatte, erreichte 1999 den Peak bei rund 2,5 mbd. Seither geht es auch dort abwärts. «Wo liegt der globale Peak Oil? Diese Frage wird die internationale Politik dominieren, bevor das erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts vorbei ist», notierte die englische Zeitung «The Independent» vor kurzem. Der Druck auf die verbleibenden grossen Erdölproduzenten wie Saudiarabien wächst. Wenn sie den Peak durchlaufen, ist der globale Peak erreicht. Chinas Präsident Hu Jintao hat seinen damaligen russischen Kollegen Wladimir Putin daher gebeten, eine Erdölpipeline von Sibirien nach China zu führen. Hu weiss: Der Stoff ist knapp, die globale Sucht danach gross. Gegenwärtig liegt der Verbrauch weltweit bei 85 Millionen Fass pro Tag, oder 30 Milliarden Fass pro Jahr.

Der amerikanische Präsident George W. Bush erklärte in einer State of the Union Address: «Amerika ist süchtig nach Öl.» Das Land führt weiterhin Kriege in Afghanistan und Irak, angeblich, um den Terror zu bekämpfen. Derweil warnte Bushs Energieminister Samuel Bodman im März 2006 glaubhafter am Fernsehen: «Wir haben da ein echtes Problem. Zum ersten Mal in meinem Leben sehe ich, dass das Angebot nicht mit der Nachfrage mithalten kann.» Der Mann hat Jahrgang 1938 und weiss, wovon er spricht: «Und das treibt die Preise auf 60 und 70 Dollar pro Fass.» Schon zwei Jahre später lagen die Preise deutlich über 100 Dollar pro Fass.
Auch die Schweiz reagiert. Die Nationalräte Reto Wehrli (CVP) und Geri Müller (Grüne) gründeten 2006 die «Parlamentarische Gruppe Peak Oil» und führten in Bern eine Informationsveranstaltung zum Thema durch, an der auch der Autor teilnahm. Das Ziel: Alle Parlamentarier sollen wissen, was der Peak Oil ist, um über mögliche Lösungen des Problems verhandeln zu können.

57 % des Schweizer Energiebedarfs werden mit Erdöl gedeckt: mit 250 000 Fass oder 38 Millionen Litern pro Tag. Von Unabhängigkeit kann keine Rede sein. Die Verletzlichkeit nimmt zu, je näher der Peak kommt, wie die Nationalräte Ruedi Rechsteiner (SP) und Ruedi Aeschbacher (EVP) in Interpellationen schon kurz nach Beginn des sogenannten Krieges gegen den Terrorismus erkannten. Die Schweden haben ihre Konsequenzen gezogen: Mona Sahlin, Ministerin für nachhaltige Entwicklung, will das Land bis 2020 völlig unabhängig vom Erdöl machen. Weltweit wird immer mehr über den Peak diskutiert und gestritten werden – um so mehr, als niemand genau weiss, wo er liegt.

[quote=“nixon”]
Einfach nur den Ölpreis mit Fiskalabgaben zupflastern ist meiner Meinung nach der falsche Weg.

Griessli - Nixon[/quote]

Trilobyte hat es schon richtig geschrieben/geschrien:
WIRKLICH ZWECKGEBUNDEN

das ist was anderes als eine fiskalabgabe. 100% kommt bei einer
zweckgebunden abgabe zurück. sie dir mal die krankenkasserechung an,
da kriegst du jedes jahr ein paar franken zurück, die die leute bezahlen
die lösungsmittel verdunsten lassen. in diesem fall geht es einfach an
alle und ist nicht zweckgebunden. die abgabe auf die lösungsmittel hat
viel bewirkt.
würde man 1.- pro liter draufhauen und den dann zweckgebunden
zurück geben, würdes du für deine kollektoren auf dem dach was daraus
bekommen. der 1.- wäre nicht verloren, irgendjemand kriegt für den
wieder arbeit in der schweiz, das ist wesentlich schlauer wie der
kilmarappen der irgendwo hingeh.
sinnvoller ist es natürlich eine abgabe auf CO2 einzuführen, da ich sonst
salatöl (bald schon olivenöl) in meinen diesel füllen kann. das grösste
potential liegt nun mal bei den gebäuden und nicht bei den autos. für eine
ölheizung gibt es alternativen für einen verbrennungsmotor beinahe nicht.

nun eine OT frage: dürfte man in der schweiz überhaupt speisseöl in den
tank füllen? dies ist natürlich nicht die lösung, da man nahrungsmittel
nicht verbrennen sollte.

viele grüsse
tomix

Ja das darfst Du.

Hier noch ein link zu einer Pöl-Fabrik

biodrive.ch/

[quote=“nixon”]

[quote=“nic”]kanton zürich

was würdest du denn gerne wissen? kannst mir sonst auch eine pm schicken…[/quote]

Ich spiel mit dem Gedanken an eine Photovoltaik-Anlage rum…[/quote]

machst du das wasser schon mit einem solarkollektor warm?
falls nicht würde ich zuerst das warmwasser solar warm machen und
dann erst den strom. der wirkungsgrad von solarkollektoren ist
höher und sie sind billiger.
wenn du allerdings wasserstoff für deinen gas-vw-bus herstellen willst,
kommst du um eine photovoltaikanlage nicht rum;-).

gruss
tomix

[quote=“nixon”]Ja das darfst Du.

Hier noch ein link zu einer Pöl-Fabrik

biodrive.ch/[/quote]

Aktueller Preis pro Liter Pflanzenöl:
CHF 1.70
inkl. 7,6% MWSt
Preisänderung jederzeit vorbehalten

würde also -.30 sparen pro liter. das problem wäre glaub ich nur,
dass nicht alle dichtungen pflanzenöl vertragen. aber auch wir nutzen
den bus nur für die ferien und besorgungen die ohne auto schlecht
gehen. sonst bringt mich mein GA (ist so etwas wie ein zur verfügung
gestelltes immer vollgetanktes auto;-) ) überall hin.

gruss
tomix

warmwasser hat er schon

wenn man das nötige geld hat, finde ich spricht nichts gegen eine pv-anlage.

pflanzenöl in bus: stelle mir das ungemütlich vor z.b. im migros 50 liter öl kaufen zu gehen :wink:

sicher? ist nicht generell der motorentreibstoff zu besteuern?
hat das in den letzten 1-2 jahren geändert?

Da war letzthin ein Bericht auf SF1 oder SF2. Da sammelt einer das ganze Altöl der Restaurants zusammen und fährt damit.
Es kam dabei der Hinweis, dass es nicht verboten sei. Das ganze funktioniert natürlich nur noch so lange es nur einzelne machen.

Griessli - Nixon (Ich versuche heute Abend noch den Bericht zu finden)

[quote=“nic”]warmwasser hat er schon
wenn man das nötige geld hat, finde ich spricht nichts gegen eine pv-anlage.
[/quote]

ja schon, nur über alles betrachtet wäre es effizienter, wenn man mit dem
geld zuerst beim “nachbar” einen warmwasserkollektor installiert.

in diesem sinn ist mein GA auch schweinisch, es verführt natürlich dazu
mehr ÖV-kilometer zurück zu legen als notwendig wären;-).

und dann am schluss noch all die flaschen im müll entsorgen;-). dürfen ja
nicht in die PET-sammlung, auch wenn sie aus PET sind. aber auf die frage
ob dies nun ein problem gebe im recyclingprozess oder ob dies einfach so
sei, da es nur bei getränke flasche eine regelung gebe habe ich nie
antwort erhalten. also evtl. doch nur ein ökonomisches problem;-).

gruss
tomix

ein ambitiöses ziel, aber in diese richtung muss es gehen!

[quote=“Trilobyte”]

ein ambitiöses ziel, aber in diese richtung muss es gehen![/quote]

Dafür bauen sie noch 1-2 AKW’s und verbrennen zum heizen die Elch-Scheisse (glaube im GR hat man früher auch den Geissen-Mist verbrannt) :wink:

[quote=“Biodola”]

[quote=“Trilobyte”]

ein ambitiöses ziel, aber in diese richtung muss es gehen![/quote]

Dafür bauen sie noch 1-2 AKW’s und verbrennen zum heizen die Elch-Scheisse (glaube im GR hat man früher auch den Geissen-Mist verbrannt) :wink:[/quote]

und woraus machen sie alle ihre kunststoffe?

akw’s sind auch nicht CO2 neutral, mit dem uran ist es wohl wie mit dem
strom der bekanntlich auch einfach aus der steckdose kommt.
evtl. geht ja dann auch das uran vor dem öl aus.

nimmt man in GR nicht bären zum heizen :unamused:

gruss
tomix

[quote=“touni”]Daniele Ganser ist Dozent am Historischen Seminar der Universität Basel und forscht zum Peak Oil. Er studierte Geschichte und internationale Beziehungen in Basel, Amsterdam und an der London School of Economics and Political Science. Er ist Präsident der Association for the Study of Peak Oil (ASPO) Schweiz.
www.danieleganser.ch[/quote]

Dein Text ist ein bisschen lang, darum reagiert wohl niemand darauf.

ABER: Daniel Ganser ist in der Welt der Historiker, Politikwissenschafter und Friedensforscher ein nicht ganz unbeschriebenes Blatt - seine Thesen sind kritisch zu lesen.
Wo ich total beistimmen kann - aus tiefer Überzeugung und eigener Forschung - ist, das Erdöl nicht wirklich ein Friedensstifter ist. Wo viel Erdöl vorhanden ist, ist deutlich häufiger weniger Frieden und weniger Marktwirtschaft.
Das interessiert hier wohl niemanden, weil es geht ja um den Benzinpreis - falls doch, diskutiere ich gerne mal bei einem Forumstreffen oder so darüber. Ist ein spannendes Thema, nur fährt man danach vielleicht nicht mehr so gerne VW Bus.

Bin gestern und heute in Deutschland auf der Autobahn nach Bad Kissingen unterwegs gewesen, schon lange nicht so frei gefühlt, kein grosser Verkehr, kein Stau und das auf 800km.
An der Autobahntankstelle hat keiner mehr getankt.
Der Preis steigt, die Leute denken um.
40 Liter Benzin, dafuer über 60 Euro, d.h umgerechnet ca. 90 Sfr bezahlt, damit komme ich dann ca. 320km weit.
D.h. dann für 100km ca. 30 Sfr.
Wow, ganz ordentlicher Preis würde ich sagen. Heute beschlossen das Wechselnummerschild zu beantragen und den Bus in erster Linie für Reisen zu benutzen, den Rest machen wir dann mit dem Corso meiner Freundin.
Gruesse
Hotte

Bad Kissingen abenteuer-allrad.de/ war der Hammer!!