Es ist diesen Sommer wieder etwas passiert an meinem Bus. Das meiste unfreiwillig…
Schön zu lesen das andere keine grossen Probleme hatten, so wie Phil:
Bei mir gab es leider Probleme, aber es gab auch viele ganz nette und hilfsbereite Menschen. Und im Rückblick frage ich mich was ist Schicksal und was ist Zufall ![]()
Ich hatte das Glück diesen Sommer 8 Wochen mit VW-Bus fahren zu verbringen.
Die Motorarbeiten und alles was dazugehört (alles einbauen, verkabel, Stossstange, Anhängerkupplung, usw wieder dran) war knapp kurz vor Abreise fertig. Und es ging los nach Spanien.
Jedoch kam ich gerade mal bis Höhe Aarau - als auf der Autobahn der Motor ausging. Der Anlasser funktionierte und die Tankanzeige meinte “Benzintank voll” wenn ich die Zündung einschaltete.
Ich sah das Schild “Parkplatz in 500 m” und versuchte kurz mit dem Anlasser im 2. Gang dahin zu fahren. Da es aber bergauf ging hätte das die Batterie nicht gepackt.
Also Leuchtweste angezogen, Velo vom Veloträger weg und nachsehen ob es etwas leicht zu behebendes ist. Im Motorraum alles normal. Als ich unter den Bus lag sah ich dass der Benzinfilter ziemlich dunkel war.
So rief ich den TCS und wartete auf der Böschung auf die Hilfe.
Während dem warten kam ein T2a-Fahrer (auch mit einem beigen T2a) oben zum Haag, der die Autobahn abtrennte und fragte was los sei. Es sah mich von der Autobahnbrücke als er links herunter auf die Autobahn sah und per Zufall mich entdeckte. Wir besprachen Problem und Lösungen und er meinte ich solle den Bus zu sich bringen, ca. 5 min entfernt. Da können wir dann schauen.
Also wurde ich das erste mal in meinem Leben abgeschleppt.
Vor Ort gab es zuerst Kaffee für mich und den Abschlepper und danach durfte ich sogar Zmittag mitessen.
Fehlersuche in bester Gesellschaft:
Später haben wir uns auf die Suche gemacht. Ich habe mal die Benzinleitung abgeklemmt und den Benzinfilter ausgebaut und begutachtet. Im Sonnenlicht sah der sauber auch und beim Durchpusten merkte ich keinen grossen Druckverlust. Also eine optische Täuschung vorhin unter dem Bus. Die abgeklemmte Benzinleitung mal geöffnet und gesehen dass kein Benzin heraus floss - also war der Tank leer. Aufgetankt und tadaaaa - Johnny lief wieder ![]()
Was komoisch war: Bei ausgeschalteter Zündund war die Tachoanzeige auf Null - bei eingeschalteter Zündung auf 100 % voll.
Meine Tankanzeige war für die weiterfahrt dann so:
immer ca. 350 km - dann wieder tanken.
So konnte ich weiterfahren und kam in einem Tag in Nordspanien an. Campingplatz in Zarautz mit Blik vom Schlafzimmer aufs Meer herunter.
Wieso die Anzeige falsch anzeigte: Ich vermute der neu verbaute Tankgeber war hängengeblieben - entweder wegen einem Vakuum oder einer Luftblase (?)- Auf jeden Fall zeigt die Anzeige am 2 Fahr-Tag zmal wieder etwas zwischen leer und voll an und funktioniert seither wieder zuverlässig. Das Klebeband blieb aber bis zum Ende der Ferien - sicher ist sicher ![]()
Vier Wochen und einige Kilometer später in Frankreich dann das nächste Problem. Nach dem Wegfahren vom Camping knarzte das hintere rechte Rad. Wir wussten das sehr nahe unseres Standortes ein VW-Spezialist ist. Den hatten wir aufgesucht und beim warten auf ihn folgendes festgestellt:
Breaking-News sozusagen.
Der Mech hatte leider keine Ersatzteile für T2a auf Lager. Es war aber ein VW Treffen am kommenden Wochenende im Nachbarort und er versuchte über Kontakte eine Bremstrommel aufzutreiben - was ihm tatsächlich gelang. Keine neue aber eine alte originale, die noch sandgestrahlt und aussen etwas lackiert wurde.
So wurde nach dem VW Treffen am Sonntag abend die Bremstrommel gelöst und die “neue” draufgesteckt. Aber leider passte das nicht. Es war eine T1 Bremstrommel. Die ist aussen beim Rand etwas zu gross was mit einem Winkelschleifer abgetragen werden konnte. Aber auch die Einstecklänge ist beim T1 10mm länger als beim T2a. Dies kann nur mit einem Drehbank gemacht werden, hatte der Mech aber nicht.
Also wieder die alte drauf und die neue Trommel zum abdrehen bringen. Auch das was wir abgeflext hatten wurde perfekt abgedreht. Und so konnte am Montag morgen die bearbeitete T1 Bremstrommel montiert werden.
Mit der gerissenen Bremstrommel bin ich zwangsläufig noch etwa 30 km gefahren, vorsichtig um jedes Schlagloch gekurft und ca. 30-40 km/h. Vom Camping zur Garage, zum Camping, zur Garage, zum Treffen, zum Camping und wieder zur Garage. Die Dachträger musste ich abnehmen und beim Camping lassen damit ich in die Garage fahren konnte.
Nach dieser Reparatur fuhr der Mech in seine Ferien
Es gab schon ein paar Verständigungsproblme, abe er hat sich extrem Mühe gegeben und uns somit die Ferien gerettet und eine Weiterfahrt ermöglicht. Nach Rücksprache per Telefon mit dem Bus Spezialisten in der Schweiz war diese Aktion mit dem Umbau der T1 Bremstrommel unbedenklich.
Hier die T1
und hier die T2a
Die gerissene war Made in Brazil - vor ca. 12 Jahren neu gekommen. Nun sind mittlerweile 2 neue Sebro Made in Germany verbaut.
Fun fact: Und auch hier wieder ein beiger T2a wo uns geholfen wurde
Fortsetzung folgt …









