Gestatten - Johnny

Jaa, toll! Super Update, ich liebe Projektfotos :slight_smile:

Salü cartwright

Danke und Bitte sehr. Fragen immer gerne, ich wohne in der Nähe von Uster, wenn Du dir etwas anschauen möchtest - nur zu. Es ist nur die Frage wie viel Du jetzt noch siehst da innen der Stoff des Hubdaches und aussen die graue Abdeckung ziemlich viel verdeckt. Aber kommt halt darauf an was Dich interessiert.

Ja die Sitzbänke habe ich gekauft um diese zu horten. Ursprünglich war es ja mal ein 9-plätzer Bus - und wer weiss vielleicht wird Johnny ja doch wieder einmal auf original zurückgebaut. Rote Sitzbänke habe ich noch nicht oft gesehen daher war die Gelegenheit da um diese zu kaufen. Weiterverkaufen werde ich die momentan nicht, sorry.

Gruess Chrigi

Wiese Rückfahrscheinwerfer unten?

Die Rückfahrscheinwerfer (wo ist denn der Beitrag hin :roll_eyes: ???) wurden von einem Vorgänger und höchstwahrscheinlich einem “Nichtspezialisten” nachträglich eingebaut. Es ist ein etwas doofer Ort diese einzubauen da die Lampen-Gehäuse auch noch etwas geschnippelt werden mussten und nicht einfach so passen - da der Batterieboden im Weg ist. Wäre oben einzubauen viel einfacher gewesen.
Gab es in den Siebzigern mal eine Kabel - oder Kupferknappheit? Das würde es erklären da bei Einbauort unten EINIGE CM Kabel gespart werden können :point_up: :stuck_out_tongue_winking_eye:.
Ich habe mich an diese Unikum-Lösung gewöhnt :grin: .

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Wansin dein Bus wirklich der Hammer

Es ging wieder einmal etwas…und es gibt zu berichten.

Scheibe(nkleister):
Kurz vor unseren diesjährigen Ferien hat sich die Seitenscheibe nach unten verabschiedet. Die Schweisspunkte waren vor ca. 15 Jahren schon gemacht worden als der Vorbesitzer das gleiche Problem (auf einer Passhöhe) hatte. Zum Glück ist uns das noch vor den Ferien passiert.

Da meine Garage gerade mit einem anderen Projekt belegt ist und mein Schweissgerät zu kurze Kabel hat musste ich halt die Tür komplett ausbauen.

… Schweisspunkte setzen…ich habe nach diesem Bild noch ein paar grosse gemacht…

… , Rostschutz auf die Halterung, Folie wieder montieren…

und einbauen.
Die Türen müssen eh demnächst leicht saniert werden (Rost, neue Schacht-Dichtungen und Drehfenster-Dichtungen, ev. eine Alubutilplatte aufs Blech?, usw.) , ist aber eher ein Winter-Projekt.

Trööti:
Die Hupe hat auch noch ausgehuupt. Gab einen Ersatz und war in 2 min ersetzt :muscle: .

Pfuus / Zusatzbatterie:
Ich scheute mich immer etwas vor dem Einbau einer Zweitbatterie. Einerseits waren wir bis zu diesem Jahr immer mit der Fahrzeugbatterie ausgekommen, andererseits sind es doch ein paar Franken die mir für die paar Wochen (von denen es dann ein paar Tage wirklich nötig wäre) im Jahr als zu viel vorkamen.
Auch könnte es meine Bequemlichkeit sein mich fest mit dem Thema richtig zu befassen und es selber zu machen. Viele Berichte habe ich gelesen, zu viele verschiedene Möglichkeiten sind in Euren Bussen verbaut was die Entscheidung schwierig macht.
Per Zufall sind wir im Camping-Profi-Shop an eine Zusatzbatterie gelaufen und schwuppdiwupp war die gekauft, da die eher meiner Vorstellung entsprach.
Die Zusatzbatterie hat etwas weniger als 800 Fr. gekostet. Diese hat eine Lithiumbatterie, eine Zigarettenbuchse, eine “moderne” Kühlschrankbuchse, zwei USB Ladeanschlüsse.

Zu hause ging es dann ans Elektrobasteln. Heraus kam folgendes:

Unser 60W Solarpanel hatte Krokodilklemmen, die bisher einfach an die Batterie angeklemmt wurden. Das Kabel habe ich durchgetrennt und eine Zigarettenbuchse eingebaut. Ziel: Die Batterie über den Solarkoffer aufzuladen. Der Elektronikfachhändler hat mit noch empfohlen eine Sicherung einzubauen um die Geräte dahinter zu schützen. Ich habe den Grund dafür nicht verstanden und bleibe nach wie vor bei meiner Meinung dass der Solarregler ja dafür da ist, da die Teile aber ein paar Fränkli kosteten habe ich die Sicherung halt eingebaut. Ich habe extra nicht die Glassicherungen genommen, sondern die altmodischen 8A, die ich eh als Ersatz mitführe.


(Krokodilklemme vom Solarpanel mit Zigarettenstecker) Dieses Kabel wird momentan nicht mehr gebraucht, ich hatte es aber für die 3-wöchige Testphase noch dabei.


(Schmelzsicherung und Kabel vom Solarkoffer mit Zigarettenbuchse)

Wir setzen das jetzt so ein:

  • Der Kühlschrank ist immer an der Zusatzbatterie angeschlossen und läuft die ganze Ferien durch (vorher haben wir in der Nacht immer abgestellt). Der Kühlschrank ist echt leise und stört keineswegs.

  • Wenn wir fahren wird die Zusatzbatterie am Fahrzeug eingesteckt und geladen. Dies funktioniert mit Überschuss, also der Kühlschrank saugt weniger als die Zusatzbatterie von der Lichtmaschine bekommt, somit ist nach 1-2 h Fahrt die Zusatzbatterie voll.

  • Wenn wir irgendwo länger parkieren (Fähre, einkaufen, usw.), müssen wir drandenken den Lade-Stecker von der Zusatzbatterie vom Bus zu trennen. Der Kühlschrank läuft weiter.

  • Sobald wir länger stehen wird der Solarkoffer aufgestellt, und die Zusatzbatterie via Sonne geladen. Dies funktioniert mit leichtem Überschuss, also die Ladeanzeige geht nach oben, allerdings nicht so schnell wie während dem Fahren. Dies liegt daran dass unser Koffer nur 60 Watt bringt.

Leichter Schönheitsfehler: Der Solarregler vom Koffer startet nur bei einer gewissen Widerstandsspannung (8V), die die Zusatzbatterie nicht bringt (wieso auch immer?). Dafür habe ich das Kabel gemacht:

Das Kabel wird zischen Solarkoffer und Fahrzeugbuchse eingesteckt damit der Solar-Regler startet. Dies ist nach ca. 5 Sek. der Fall und es kann umgesteckt werden, dann wird die Zusatzbatterie geladen. Dies muss zum Teil auch am Morgen 1x gemacht werden.
Das positive vom Schönheitsfehler: Mit diesem Kabel kann ich die Fahrzeugbatterie laden mit Strom von der Zusatzbatterie, falls diese mal leer wäre. Als Booster taug die nicht, es benötigt schon eine längere Zeit zum laden. Habe ich getestet da wir unserem Platznachbar Starthilfe geben mussten.

Fazit:
Wenn die Zusatzbatterie nicht geladen wird reicht die mit unserem Kühlschrank ca. 4 - 5 Tage bevor sie leer ist.
Ja auch diese Batterie hat gekostet. Ich finde das Ding aber praktischer als etwas fest eingebautes. Ist extrem flexibel. Ich kann sie auch in mein T4 mitnehmen mit dem Kühlschrank, auch zum grillieren an den See und Musik betreiben…
Ich kann sie über 12 V oder 230 V laden.
Nachteil: Es steht etwas mehr in unserem Bus herum, das zum Teil hin und her geschoben werden muss.

Tablar:
Um etwas mehr Ablagemöglichkeit zu bekommen habe ich ein Brett angefertigt das beim Hubdach eingefahren werden kann. Da es gerade über dem Möbel ist, wird der Platz zum stehen nicht kleiner dadurch.

to be continued…gnüssed das herrliche Wätter!!!

:call_me_hand:

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Irgendetwas gibt es ja immer zu tun… Wenn man will und sucht. Die einen sachen sind dringender, die anderen werden über die jahre etwas “übersehen”.

Fensterdichtungen:

Bei 2 scheiben hatten wir noch die alten steinharten gummidichtungen. Mit einer dunklen vorahnung hatte ich die mittlere links aufgeschnitten und die scheibe herausgenommen. Ich wurde aber positiv überrascht:




Das es so sauber und gut aussieht hätte ich nicht gedacht. Also neue dichtung mit alter aber noch guter zuerleiste aufziehen und rein damit. :muscle: :grin:

Dann noch die letzte:



Jaa das ist das was ich erwartet hatte. Also holzbrett montieren, abschleifen, durchrostungen heraustrennen, neue bleche einsetzen, verschleifen, 2x grundieren und 2 schichten lack darauf. Auch hier neue gummis und die alten zierleisten raufgefummelt und scheibe eingezogen.
Da für die demontage das abdeckblech von der schiebetürenschiene weg musste bekam das auch noch einen korrosionsschutz.
Schiebetürenschine etwas nachgefettet und alles wieder montiert.





Undichtigkeit heckklappe:

In den letzten sommerferien hat es hinten bei der heckklappe reingeregnet. Ich habe mal eine neue dichtung (die gute von vewib) montiert. Ob es jetzt dicht ist kann ich noch nicht sagen… Regen hatte ich bis jetzt noch nicht.

Schubladenhalter:

Wenn es das wetter nicht zulässt im freien zu kochen nehmen wir eine schublade beim küchenmöbel heraus, legen die auf das bett und klemmen eine tischplatte in die öffnung.
Die schublade auf dem bett ist aber immer etwas doof. So habe ich mit kleineren holzleisten eine halterung beim tablar gemacht um die schublade hineinzuschieben. Wie sagte damals hausmeister krause immer: Ordnung muss sein :point_up::smile:




Stoffbefestigung hubdach:

Als wir damals den hubdach-zeltstoff ersetzt hatten wurde dieser unten einfach mit rackern in das holz befestigt. Das war aber so ein punkt bei dem ich immer dachte: das geht nich etwas schöner.
Nun habe ich den stoff an einigen orten grosszügig gekürzt, mindestens 2x umgefaltet und mit so einem kunststoffband und nägel noch zusätzlich befestigt.
An wenigen orten schauen noch ein paar tacker hervor aber die meisten kommten abgedeckt werden.

Vorher:

Nachher:




Schon etwas besser :relaxed:

Einen schönen büsslisommer :raising_hand_man: :call_me_hand:

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Nachtrag schrankentlüftung:

In unserem schrank hinter dem fahrersitz lagert unser bier, unsere gaskartuschen, unsere regenjacken usw. Unten ist der schrank meist kühl, oben bei voller sonneneinstrahlung auch mal warm und etwas “modrig” . Also eine öffnung/entlüftung bauen. Ich nutze gerne dinge welche ich schon in meinem fundus habe. Einen alten verchromten dampfbadausströmer fand ich dafür zuerst passend.

Aber während dem bohren und sägelen dachte ich nochmals darüber nach, fand das ding doch zu klobig und da kam die blitzidee:

Ein vw zeichen einer käferhaube.
Also öffnung leicht bearbeitet und angepasst und eine etwas stilvollere be- und entlüftung geschaffen.


Oft ist es gut einfach mal darauf losarbeiten, hier wäre aber ein 10 minutenstudium vorher auch angebracht gewesen :nerd_face:

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Es gab in der Zwischenzeit wieder ein paar Kleinigkeiten die erledigt wurden.

Zusatzscheinwerfer:

Meine verbauten Zusatzscheinwerfer hatte ich am Fernlicht (wie für Lichthupe) angeschlossen. Heisst betätigt über den Blinkerhebel.
Die Zusatz- oder Nebelscheinwerfer hatten gemäss einem MFK-Prüfer vor ca 7 Jahren aber eine falsche Streuung - wesshalb die so wie sie angeschlossen waren nicht erlaubt waren. Daher hatte ich die bei den letzten 2 MFK-Terminen einfach kurz abgebaut um Diskussionen zu vermeiden.

Lösung: Ich muss die einfach über einen separaten Schalter bedienen können. Also bei meinen Autoteilen gesucht und diesen schalter gefunden:



Alt aber der Jahrgang und von welchem modell das stammt unbekannt. Ich habe den Schalter mal an einer Teilebörse gekauft. Aber die Farbe des Knopfes passt gut zum Savannenbeige.

Nur wo platzieren? Ich versuche so zusätzliches Zeugs immer etwas zu verstecken, ging aber dieses Mal nicht. Aber neben dem hatte es genau noch platz für einen schalter… Somit war das fast die einzige aber doch beste Platzierung.



Neue Kabel mit Schitzhüllen gezogen und fertig.
:grin:

Umschönes Loch in Armaturenbrett:
Ein Vorbesitzer hatte für irgendetwas mal ein Loch ins Armaturenbrett gemacht. Das sind immer so Dinge wo man denkt “es könnte schöner” aber eine halbe Sekunde später noch anfügt “aber so schlimm ist es ja auch nicht”
:see_no_evil:

Während der Suche für den Nebelscheinwerferschalter ist mir ein alter Zigarettenanzünder in die Hände gefallen.


Und nach 12 Jahren ist auch dieses Loch halbwegs sinnvoll bestückt. Angeschlossen habe ich das Teil nicht, für zum Laden von diversen Elektrogeräten habe ich ja schon ein Zigarettenanzünder unter dem Armaturenbrett.

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Die Haltebügel für die versteckten Lautsprecher unter dem Armaturenbrett hatte ich damals nur “roh” verbaut. Getreu nach dem Motto: Mal schauen wie sich das bewährt.

Nun es hat sich bewährt. Klar ist der Klang nicht Top ohne Hohlform drumherum, aber es reicht. Wir haben 2 Lautsprecher noch so seitlich hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz.

Im Zuge der Arbeiten mit dem Schalter sind die Halter kurz abgebürstet, grundiert und lackiert worden mit der Farbe die ich gerade noch zum aufbrauchen hatte, welche aber minimal vom Savannenbeige abweicht.




Für die Ferien hatte ich immer etwas Werkzeug und Reparaturmaterial zusammengesucht und in unwürdigen Behältnissen aufbewahrt.
Aus einem aussortiertem alten Ratschensatz blieb eine Blechschachtel übrig. Diese habe ich noch etwas bearbeitet und mit doppelt vorhandenen und für Notfälle benötigte Werkzeug befüllt. Ausserdem hat es noch so Sachen wie Kabelbinder, Litzendraht, normaler Draht, Klebband usw. drin.


Hat etwas mehr Stil, ist so jetzt immer komplett und ich kann die Kiste ganz einfach für andere Oldtimerausfahrten nehmen.

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Ich habe mir einen “Zauberwürfel” gebaut.
Dies aus 2 Gründen. Einerseits nimmt mein Radio immer ganz wenig Strom von der Batterie da dieser am “Dauerstrom” angeschlossen ist. Ich baue die Batterie im Herbst aus, da beim Busparkplatz Minus-Temperaturen herrschen und hänge die bei mir im Keller an ein Halte-Ladegerät aber von Frühling bis Herbst ist die Batterie immer drin.
Der andere Grund war mein altes Massekabel, welches schon ziemlich oxidiert aussah.

Bei Cagero habe ich für ein paar Franken 3 Teile gekauft: einen Stromtrenner, ein Masseband mit 2 Löcher und ein Masseband mit 1x Batterieanschluss und mit 1 Loch.

Dann habe ich bei mir im Geschäft gebastelt.
Ich muss immer wieder staunen wie leicht Aluminium ist.






Über das kupferne Masseband kommt noch ein Schutz darüber, damit kein Fehlstrom entstehen kann.

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Irgendwie gibt es immer etwas zu tun :face_with_peeking_eye:

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Nun komme ich dazu auch etwas zu meinen Bildern zu schreiben.

Ausschlaggebender Punkt war das hier auf der Hinfahrt ans Meer letzten Sommer:



Der vierte Gang flog immer raus, der Motor heulte auf weil mal ja auf dem Gas stand.
Nach Internetrecherche war klar dass der Hinterschliff nicht mehr vorhanden war. Somit war klar, das Getriebe muss in die Revision.
Beim Heimfahren musste der Beifahrer jeweils den Gummizug einhängen wenn in den 4. Gang geschaltet wurde. So kamen wir dir ca. 1000 km gut nach hause :call_me_hand:

Das Getriebe ist nun in der Revision. Übersetzung/Gangabstufung bleiben aber so wie sie waren.

Ich nutze den Ausbau gerade dazu um alles Benzin-inberührende zu tauschen. So nach 55 Jahren sicher nicht die dümmste Idee. Auch neue Motorgummis kann ich so montieren. Die alten waren schon teilweise weg und mit irgendwelchem Silikon ergänzt.

Und ich schaffe es sicher auch noch etwas Grundierung und Farbe aufzutragen.

Beim Motor lecken die Gummidichtungen vom internen Ölkühler. Diese werden auch noch getauscht. Die aufwändigere Motorrevision ist auf nächsten Winter geplant.



Tank, Tankinhaltmesser (wie das auch immer heisst) mit Korkdichtung, Entnahmefilter, Einfüllschlauch, Filzunterlagen sind bereits getauscht und der Tank wieder drinn.

Bald geht es weiter… :mechanic:

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Alles was im Stahlbecken ist wurde wiederverwendet, alles in der Kartonschachtel ist Alteisen.








:star_struck:

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Update: Getriebe und Motor ist wieder drin - Probefahrt gestern war erfolgreich.

Ein paar Eindrücke vom Zusammenbau:

Alles neu was alt und beweglich war

Schön anwärmen

Ich hatte zu kurze Arme um zu drücken und gleichzeitig über den Tank zu stülpen…


Natürlich kam noch eine Schlauchschelle drauf.

Diese Kleberlis haben es nicht überlebt

Neue Heizzüge und Bälge:

Der rechte Heizzug war mit einer Elektro-Lüschenklemme verlängert worden :see_no_evil:

Dann kam der Motor auf den Ständer. Schon lustig was man da findet: Einen 10er Ratschen-Galbelschlüssel und 2 Schrauben von der Verblechung)

Der Grund für das viele Öl was am Motor herunterlief habe ich dann auch noch gefunden. Ich hatte ja zuerst auf spröde Dichtungen getippt - aber eine gerissene Halterung war schuld:

So konnte es nicht mehr dicht sein.

Alles gereinigt und alle fehlenden Schrauben der Verblechungen ergänzt. Es fehlten einige.




:star_struck: :call_me_hand:

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Es ist diesen Sommer wieder etwas passiert an meinem Bus. Das meiste unfreiwillig…

Schön zu lesen das andere keine grossen Probleme hatten, so wie Phil:

Bei mir gab es leider Probleme, aber es gab auch viele ganz nette und hilfsbereite Menschen. Und im Rückblick frage ich mich was ist Schicksal und was ist Zufall :thinking:

Ich hatte das Glück diesen Sommer 8 Wochen mit VW-Bus fahren zu verbringen.
Die Motorarbeiten und alles was dazugehört (alles einbauen, verkabel, Stossstange, Anhängerkupplung, usw wieder dran) war knapp kurz vor Abreise fertig. Und es ging los nach Spanien.
Jedoch kam ich gerade mal bis Höhe Aarau - als auf der Autobahn der Motor ausging. Der Anlasser funktionierte und die Tankanzeige meinte “Benzintank voll” wenn ich die Zündung einschaltete.
Ich sah das Schild “Parkplatz in 500 m” und versuchte kurz mit dem Anlasser im 2. Gang dahin zu fahren. Da es aber bergauf ging hätte das die Batterie nicht gepackt.
Also Leuchtweste angezogen, Velo vom Veloträger weg und nachsehen ob es etwas leicht zu behebendes ist. Im Motorraum alles normal. Als ich unter den Bus lag sah ich dass der Benzinfilter ziemlich dunkel war.

So rief ich den TCS und wartete auf der Böschung auf die Hilfe.

Während dem warten kam ein T2a-Fahrer (auch mit einem beigen T2a) oben zum Haag, der die Autobahn abtrennte und fragte was los sei. Es sah mich von der Autobahnbrücke als er links herunter auf die Autobahn sah und per Zufall mich entdeckte. Wir besprachen Problem und Lösungen und er meinte ich solle den Bus zu sich bringen, ca. 5 min entfernt. Da können wir dann schauen.

Also wurde ich das erste mal in meinem Leben abgeschleppt.

Vor Ort gab es zuerst Kaffee für mich und den Abschlepper und danach durfte ich sogar Zmittag mitessen.
Fehlersuche in bester Gesellschaft:

Später haben wir uns auf die Suche gemacht. Ich habe mal die Benzinleitung abgeklemmt und den Benzinfilter ausgebaut und begutachtet. Im Sonnenlicht sah der sauber auch und beim Durchpusten merkte ich keinen grossen Druckverlust. Also eine optische Täuschung vorhin unter dem Bus. Die abgeklemmte Benzinleitung mal geöffnet und gesehen dass kein Benzin heraus floss - also war der Tank leer. Aufgetankt und tadaaaa - Johnny lief wieder :star_struck:
Was komoisch war: Bei ausgeschalteter Zündund war die Tachoanzeige auf Null - bei eingeschalteter Zündung auf 100 % voll.
Meine Tankanzeige war für die weiterfahrt dann so:

immer ca. 350 km - dann wieder tanken.

So konnte ich weiterfahren und kam in einem Tag in Nordspanien an. Campingplatz in Zarautz mit Blik vom Schlafzimmer aufs Meer herunter.

Wieso die Anzeige falsch anzeigte: Ich vermute der neu verbaute Tankgeber war hängengeblieben - entweder wegen einem Vakuum oder einer Luftblase (?)- Auf jeden Fall zeigt die Anzeige am 2 Fahr-Tag zmal wieder etwas zwischen leer und voll an und funktioniert seither wieder zuverlässig. Das Klebeband blieb aber bis zum Ende der Ferien - sicher ist sicher :slight_smile:

Vier Wochen und einige Kilometer später in Frankreich dann das nächste Problem. Nach dem Wegfahren vom Camping knarzte das hintere rechte Rad. Wir wussten das sehr nahe unseres Standortes ein VW-Spezialist ist. Den hatten wir aufgesucht und beim warten auf ihn folgendes festgestellt:

Breaking-News sozusagen.
Der Mech hatte leider keine Ersatzteile für T2a auf Lager. Es war aber ein VW Treffen am kommenden Wochenende im Nachbarort und er versuchte über Kontakte eine Bremstrommel aufzutreiben - was ihm tatsächlich gelang. Keine neue aber eine alte originale, die noch sandgestrahlt und aussen etwas lackiert wurde.

So wurde nach dem VW Treffen am Sonntag abend die Bremstrommel gelöst und die “neue” draufgesteckt. Aber leider passte das nicht. Es war eine T1 Bremstrommel. Die ist aussen beim Rand etwas zu gross was mit einem Winkelschleifer abgetragen werden konnte. Aber auch die Einstecklänge ist beim T1 10mm länger als beim T2a. Dies kann nur mit einem Drehbank gemacht werden, hatte der Mech aber nicht.
Also wieder die alte drauf und die neue Trommel zum abdrehen bringen. Auch das was wir abgeflext hatten wurde perfekt abgedreht. Und so konnte am Montag morgen die bearbeitete T1 Bremstrommel montiert werden.
Mit der gerissenen Bremstrommel bin ich zwangsläufig noch etwa 30 km gefahren, vorsichtig um jedes Schlagloch gekurft und ca. 30-40 km/h. Vom Camping zur Garage, zum Camping, zur Garage, zum Treffen, zum Camping und wieder zur Garage. Die Dachträger musste ich abnehmen und beim Camping lassen damit ich in die Garage fahren konnte.

Nach dieser Reparatur fuhr der Mech in seine Ferien :sunglasses: Es gab schon ein paar Verständigungsproblme, abe er hat sich extrem Mühe gegeben und uns somit die Ferien gerettet und eine Weiterfahrt ermöglicht. Nach Rücksprache per Telefon mit dem Bus Spezialisten in der Schweiz war diese Aktion mit dem Umbau der T1 Bremstrommel unbedenklich.

Hier die T1

und hier die T2a

Die gerissene war Made in Brazil - vor ca. 12 Jahren neu gekommen. Nun sind mittlerweile 2 neue Sebro Made in Germany verbaut.

Fun fact: Und auch hier wieder ein beiger T2a wo uns geholfen wurde

Fortsetzung folgt …

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Auch wenn die Umstände widrig und ungewollt waren – ein schöner Bericht!
Man hat das Gefühl du hast immer stets Optimismus bewahrt und dir nicht die Reiselust verderben lassen. Bravo! :slightly_smiling_face:
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude am Bus und am Reisen.
:v:

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Danke für die spannende Geschichte, die Reise- & Abenteuerlust wird damit voll geweckt. Es ist schön zu Lesen, dass ihr immer eine Lösung gefunden habt. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung! :saluting_face::smiley:

Und Schweiz - Spanien in einem Tag? Das ist ja schon ein Abenteuer fûr sich! :call_me_hand:

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Ja Optimismus hatte ich immer. Weil seit dem Kauf vor 13 Jahren sind wir noch nie liegengeblieben so dass wir mit dem Zug heim mussten. :blush: Das hilft vermutlich gute Laune zu bewahren. Ich stelle mir vor dass es anders aussieht wenn z.B die letzten 3 Ferien der Bus immer grosse Probleme machte - das macht das verreisen zu einer Nervenprobe. :grimacing:
Mit nett fragen und die richtigen Optionen angehen kommt man meist ziemlich weit. Und es war schon auch von Vorteil dass wir nie etwas gebucht hatten wie Fähre, Camping oder ähnliches. Das würde den Stress schon vergrössern. Auch hatten wir 6 (resp. 8) Wochen Zeit bis wir wieder arbeiten mussten. Da könnte man auch 4 Tage auf einem Werkstattgelände übernachten (so es dann möglich ist) oder für ein paar Tage ein Hotel suchen.
Man fängt halt auch an zu googeln wie Z.B VW Club Touluse oder so etwas und schaut wie man weiter kommt oder wie einem geholfen werden könnte. Einfach nie aufgeben :man_shrugging:

Nun folgt noch das Berichtli von der dritten Panne:

Ich merkte dass nach dem Starten des Busses der Batterieladekontrolllämpchen immer später erlosch. Ab einer gewissen Drehzahl geht das ja aus - und die Drehzahl musste immer höher sein bis es ausging. Und natürlich, irgendwann ging es gar nicht mehr aus.

Das erste was ich geschaut hatte war ob die Kohlen noch gut waren.

Jawohl, da ist noch genug da.
Wir waren stationiert auf einem Campingplatz ber der Ardèche und machten Tagesausflüge. Mit unserem Solarpanel hatten wir immer wenn möglich die Autobatterie geladen.
Ich bin zur nächsten Renault Garage gefahren, beschrieb das Problem und bekam den Tipp von einem Herrn mit einer Garage der sich auf Autoelektrik spezialisiert hatte. Gemäss Google war der mit dem Velo 30 min entfernt. Da die Zeit bis Schleissung nicht gereicht hätte waren wir am nächsten Morgen mit dem Bus hingefahren. Es handelte sich um einen älteren Herrn der kurz vor Pensionierung und Verkauf der Garage stand. Er meinte dass er schon in seiner Lehrzeit nicht gerne an VW Bussen gearbeitet hatte, aber er half und gab sich sehr Mühe.

Nach ein paar Messungen mit dem Multimeter hat er gemeint dass entweder die Lichtmaschine oder der Regler kaputt ist. Helfen könne er da aber nicht und hat einen Bekannten Garagisten angerufen der ein paar Kilometer weiter eine Garage für luftgekühlte VW’s hatte. Leider lag der aber mit gebrochenem Bein im Spital.

Also eine neue Spur aufnehmen. Ich kaufte mal ein Multimeter in einem Baumarkt um selber Messungen machen zu können. Dann habe ich die gesamte Lauffläche der Kohlen mit Schleifpapier an einem Schraubenzieher “poliert”.


Man sieht schon einen krassen Unterschied, es brachte leider aber nichts.

Danch führte ich ein paar Telefonate mit einem seeehr lieben VW-Spezialisten aus dem Bündnerland, der mit viel Geduld und guten Anweisungen mich durch die nächsten Schritte und Tests leiten konnte.
Diese sahen unter anderem so aus dass ich den Regler ausgebaut hatte um ihn gemütlich auf dem Campingplatz aufzumachen und die Kontaktflächen mit Schleifpapier vorsichtig reinigen konnte.

Erst Fotos machen wie der angeschlossen ist

aufschrauben

und fest montieren damit ganz vorsichtig und ohne die Spannung der Kantakte und Federn zu verändern die Stellen zwischen den Kontakten angeschliffen werden konnte.

Am Ende des Tagesw war klar: Wir brnötigen eine neue Lichtmaschine, die ist höchstwarschwinlich kaputt. Also fuhren wir richtung Grenoble (ca. 3 h Fahrt) da dort die Firma Serial-Kombi ansässig ist und gemäss Web-Shop eine solche LIMA hatte. Zur Sicherheit habe ich auch einen neue Regler geordert.

Wir hatten uns also auf eine 3h Fahrt ohne ladende Batterie vorbereitet. Ich war noch mit dem Velo zum Baumarkt gefahren und hatte eine zusätzliche Batterie und ein Ladegerät gekauft. Diese habe ich mit dem Batterieladegerät auf dem Camping voll aufgeladen. Der Plan wäre gewesen die bei Bedarf zu tauschen.

Wir habe so weinig wie möglich von der Batterie bezogen. Heisst Licht nur in Tunnels, Blinken nur wenn nötig (ist in Frankreich nicht so ein Problem - ich glaube wir waren die einzigen die jeweils geblinkt hatten) und kein Radio. Sobald die Batteriespannung unter ca. 9-10 Volt kommt zündet der Motor nicht mehr.
Die Fahrt war sehr taff weil es die ganze Zeit verbrannt gerochen hatte von der alten Lima. Irgendetwas ist da durchgekokelt. Es war ein ungutes Gefühl. Die Batteriespannung konnte ich vorne leicht über den Zigarettenstecker messen.
Gewagt hatten wir die Fahrt weil hinten ein Blaze-Cut-Löschschlauch montiert ist und weil wir vorne den Feuerlöscher Griffbereit hatten. Und ja ein bisschen Mut.
Nach einer gefühlten Ewigkeit und zig Pausen und Kontrollen auf Rastplätzen sind wir im Himmel angekommen.

Es gab einen Mitarbeiter der Deutsch sprach und die Übergabe der Teile war bald geschehen. Etwas plaudern durfte auch noch sein.
Ich hatte Ihn gebeten bei der nahe gelegenen Intec Motors Garage anzurufen (VW Bus Garage) und fragen ob Sie mir Werkzeug ausleihen könnten (vor allem der 36mm Schlüssel für die Gebläsemutter). Er meinte es sollte gehen.
So sind wir dahin gefahren. Es war ein riesen Chaos in und um die Werkstatt. Schnell habe ich den Chef gefunden aber der war so gar nicht hilfsbereit. (Ich habe die schlechten Bewertungen der Werkstatt erst nachher gelesen). Für mich war klar dass ich anderswo Hilfe suchen müsste. Angrenzend an die Bus Garage war eine Renault Garage. Die machte uns etwas Platz und meinte sie helfen wenn es nötig ist.
Es war sehr heiss und die Sonne brannte. Daher mussten wir zuerst ein Sonnenschutz aus der Blache bauen. Und dann ging es ans schrauben.
Ich bekam einen Schlagschrauber. Die Lima-Riemenscheibe mussten wir mit einem Abzieher von der alten LIMA wegnehmen.




Kurz vor schluss dann ein Problem: Die LIMA Scheibe drehte nicht schön sondern knarzte. Das Problem war dass die neue Lima Unterlagscheiben bei den Schrauben hatte, und so der Schraubenkopf zu weit heraus schaute. Da musste ich noch nach einer Flex fragen.

Bei der alten:

Bei der neuen:

Und mit den mit der Flex abgeschliffenen Schrauben:

Dann schliff es nicht mehr.
Nach dem alles zusammen war und auch das nicht eingesteckte Kabel bei der Zündspule gefunden wurde war die Reparatur geschaft und alles lief wieder wie am Schnürchen :grin: :v:

Solche Momente sind im nachhinein schon besser wenn alles geschafft ist. Aber irgendwie sind die auch spannend, fordernd, sind es teils auch solche Situationen in denen man mit dem Bus mehr zusammenwächst und an Orte getrieben wird wo man sonst vermutlich nicht hingekommen wäre.

Frohe Fahrt Euch allen, pannenfreie Fahrt oder wenn dann nur Pannen die Ihr beheben könnt!

:call_me_hand:

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Darum liegt bei mir immer eine Lima und ein Anlasser im Camper, so geht die verbaute Ware sicher nicht kaputt. :sweat_smile:

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