Also, lieber Simda bitte nicht persönlich nehmen, dass ich die Vorstellung mehrere Tonnen Kunststoff zu kaufen nicht goutiere und eben, wie in meiner Nachricht mehrfach als persönlich Haltung gekennzeichnet, das grenzenlose “mehr ist mehr” nicht gutheisse.
Ich habe ja auch Deine Nachricht interessant genug gefunden, um mir den Link anzuschauen und dem ganzen seine Chance gegeben.
Ich nehme einfach BASF nicht ab, dass sie jetzt unter die nachhaltigen Bambuszüchter oder Schafhirten gegangen sind.
Auch, dass das ein oder andere Teil sogenannt wiederverwertbar oder gar -verwendbar, wie Du schreibst, sein soll, finde ich nicht überzeugend: Wer pflückt das Ganze in 10 Jahren auseinander und verwendet Bauschaum wieder ? Hm - ich erlaube mir da, skeptisch zu bleiben.
Sicher ist, dass ein paar Tausend Kilo Kunststoff, die nicht produziert werden die einzigen 100% SICHER wirklich umweltfreundlichen sind.
Dazu kommt, dass für mich der Reiz am Camping eben tendenziell in einer gewissen Redutkion auf wensentliches besteht.
Das HYMER BASF Schaustück kommt ja als Expeditionsmobil daher, aber ich glaube nicht, dass Hängeleuchte, Bilderrähmchen und und Steinimitat überzeugen als passende Designantwort auf diese Aufgabenstellung,…frag doch mal einen Andrew Saint Pierre White was er von dem schönen Stück hält.
Hanf in Innenverkleidungen hat die Deutsche Autoindustrie schon in den Neunzigern in Türverkleidungen verbaut - aber komischer Weise hat es niemanden nachhaltig interessiert, da 99.5 Prozent der Kunstostoffe immer noch aus Erdöl-Produkten kamen,…und das Hanf ist wieder verschwunden.
Das Hubdach erinnert mich zuerst an eine von diesen Trockenhauben der US Coiffure in den Sechzigern, dann an Bläschenfolie und last but not least an meine “High Tech”, 200 Stutz, 400g Luftmatratze, die zwei Nächte prima funktioniert hat und danach ein Loch hatte, eine Nacht geflickt durchgehalten hat und danach wieder ein Loch hatte und seit dem im Schrank liegt.
Wenn man das Expeditionsmobil nicht als Expeditionsmobil nutzen kann, dann brauche ich den Autarkie Overkill für was ?
Eben . …für mich ist mehr nur dann mehr, wenn man es wirklich braucht. Ich fürchte mich davor, dass selbst im Camping Bereich, wo ja ohnehin das Gros schon lange mit einer Riesigen Kunststoffschachtel durch die Gegend fährt, jetzt auch nocht das SUV Prinzip voll durchschlägt und jeder ein Expeditionsmobil “braucht”.
Mehr, immer Mehr.
Ja das Aramturenbrett ist ab T4 ganz ohne Blech das stimmt. Und ab T4 konnte man per Multivan und dergleichen auch hinten Kunststoff über das Blech bekommen. Stimmt.
Aber sogar den T6 kann man ja auch noch im Laderaum nahezu plastikfrei bestellen und dann z.B: mit Holz verkleiden und ausbauen - niemand muss die Variante “einmal mit alles”, mit in leer 2,7 Tonnen bestellen - siehe Fahrzeugschein hier.
Jeremy Clarkson, von dem ich im Allgemeinen kein Fan bin, hat es damals für einmal ganz schön auf den Punkt gbracht, was ich angesichts des Hymer gedacht habe:
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Es gibt auch schöne Aufnahmen aus dem Inneren während der Fahrt - da kann man sehen wie sich das Desinger Interieur mit der Nutzung als Fahrzeug verträgt.
Allerdings gab es vorher doch noch einen schöneren Film ?
1958 ?
Zum Thema mehr ist mehr und zum Thema grenzenlose Innovation.
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Mir gefällt jeder Selbstausbau, selbst der ganz schnelle “habe ich an einem Wochenende gemacht”, besser als der Hymer und ja, auch besser als ein T6 Multivan oder California.
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Für ein Expeditionsmobil, das als Werkzeug angelegt und verwendet wird kann ich mich begeistern, vom selbstausgebauten Buchanka bis hin zum Andrew St. Pierre White-schen Mobil, auch wenn ich es selber nie haben wollte,…aber nur wenn es im gedachten Sinne verwendet wird, nicht wenn es im Stau bei uns oder ausschliesslich auf Campingplätzen sein dasein fristen muss.
Fürs mitteleuropäische Wildcamping, für den schmalen überwucherten Waldweg, wo jede Menge Äste tief herunterhängen ist sowas wie der Hymer viel zu gross.
Gruss
T4J
