Wie die Jungfrau zum Kind

Hoi Zemma

Ich bin Elias (Jg. 86) aus Triesen (FL) und seit knapp 3 Monaten Besitzer eines T3 ex. Postbuses mit Hochdach (Jg. 89).
Zuerst möchte ich sagen, dass ich von der ganzen VW Bus Community und von diesem Forum überwältigt bin. Für mich ist es etwas vom schönsten, wenn sich Leute gegenseitig helfen, weil das Unterstützen einfach Spass macht und dem “Geholfenen” und dem “Helfenden” ein gutes Gefühl gibt. Danke dafür!
Ich sehe das bei den Repair Cafés, die mein Verein mitorganisiert. Wir reparieren da gemeinsam Möbel, elektrische Geräte, Kleider, usw. auf freiwilliger Basis.

Nun zurück zu meiner Geschichte.
Durch einige Kletterfreunde und die Reisen (mit dem Zug) nach Fontainbleau in der Nähe von Paris zum Bouldern, bin ich immer wieder auf die Bus-Szene aufmerksam geworden. Und dann im Sommer habe ich mit meiner kelinen Family beschlossen ein Camping-Busprojekt anzugehen. Wir sind zu 3t. Da bieten sich die Busse mit 3 Sitze vorne eigentlich recht gut an (Kriterium 1). Zudem wollte ich einen Bus, an dem ich selber (obwohl ich ein kompletter Auto Anfänger bin) was machen kann (Kriterium 2) und noch recht langlebig ist (Kriterium 3). Nach langer Recherche war mir dann klar, dass ein T4 oder T5, am liebst mit Hochdach (Kriterium 4) das richtige für uns wäre.
Da ich noch nie ein Auto gekauft und überhaupt keine Ahnung von Autos habe, tat ich mir recht schwer bei der Suche. Ich habe einige Autos angesehen, wobei leider nichts wirklich gepasst hat.
Und da kam mir eines Tages beim Durchforsten von tutti, anibis, ricardo, autoscout der T3 Postbus entgegen. Ohne langem Zögern habe ich mich bei dem Besitzer gemeldet, bin probe gefahren und habe das Teil dann auch 2 Tage später gekauft. Der Bus ist (für meinen Geschmack) schön ausgebaut, hatte nur wenige Roststellen, und die Verkäufer Familie war einfach supernett. Es hat also alles gepasst.

In der Zwischenzeit habe ich einige kleinere Projekte am Bus gemacht (Tachowelle gewechselt, wobei der Tacho immer noch Geräusche macht, Dach abgeschliffen und neu grundiert, Stossstangen abmontiert und (laienhaft) neu lackiert, Schiebetür-Schienen-Abdeckung abmontiert, um Rost zu entfernen, etc.). Darum bin ich etwas auf den Geschmack gekommen.

Ich, eine Freundin (mit einem T2) und einen Freund (mit einem T4) suchen nun über den Winter eine Schraubergarage im Raum Sarganserland - Buchs (SG). Wenn du, lieber Leser/liebe Leserin einen Tipp hättest, würde mich das freuen!

Liebe Grüsse und gute Fahrt.
Elias

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Hallo Elias!

Willkommen im Forum. Ein schöner Einstand hast du da gebracht, sehr vorbildlich, da können einige von dir lernen.
Ich bin aus der Region Chur, also nicht uuuh weit weg von dir, falls du also mal Probleme hast.

Dieses Phänomen ist mit ziemlicher Sicherheit ein irgendwo zu geringer Radius beim verlegen der neuen Tachowelle. Selten ist der Tacho selbst daran Schuld. Hüpft die Nadel etwas, vor allem beim langsam fahren?

GRüsse Jörg

Salutti Jörg
Danke. War allerdings bereits 2 Monate aktiv, bevor ich Zeit fand mich vorzustellen (hab mal ein Thema zu Beschlägen mit Anhebung eröffnet. Ich werde das Rätsel vermutlich kommende Woche lösten. :wink:
Zur Tachowelle:
Wenn ich fahre eiert der “Draht”, der da im Inneren dreht etwas rum. Ich hab die Tachowelle mal beim Fahren nicht eingesteckt, um zu sehen, wie sie läuft.
Ganz zu beginn, als ich die Welle eingebaut habe, hat es perfekt funktioniert. Leider habe ich beim Auseinandernehmen des Tachos nicht markiert, wo die Nadel stehengeblieben ist. Darum musste ich die Steckverbindung zwischen Tacho und Welle öfters abnehmen, um den Tacho richtig einzustellen…
Nach dem Fetten (Teflonfett) lief der Tachozeiger normal, jeodch war das Geräusch wieder zurück. Ich vermute, dass die Welle an der Steckverbindung reibt.

Liebe Grüsse
Elias

Salü Elias
gratuliere zu diesem Einstand, willkommen im Forum, ich bin sicher dass Du Dich wie zuhause fühlst. Wegen der Schrauberhalle hab ich irgendwo noch eine Adresse rumliegen wo Du dich melden kannst. Die liegt aber zuhause und ich im Moment weit weg davon. Derjenige kann dir ev. weiterhelfen.
Grüessli andy

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Hallo Elias, willkommen! Hast du schon Fotos deiner Perle? :grimacing:
Viel Spass mit deinem neuen Familienmitglied! :wave:

Sehe ich auch so. Das Problem kann an der Steckverbindung von Welle / Tacho liegen.
Die Tachowelle an unserem T3 ist auch fast neu und die Nadel zittert trotzdem wie blöd. Erst ab Reisetempo 90 - 100 km/h kehrt Ruhe ein.
Bin zu Testzwecken schon ohne Instrumenten-Abdeckung gefahren. Wenn ich mich während der Fahrt etwas nach vorn beuge und die Steckverbindung hinter dem Tacho berühre oder daran drücke hört das Gezitter schlagartig auf, kommt dann aber leider irgendwann wieder …
Werde mich dem Phänomen dann im Frühling wieder annehmen. Für 2018 hat der Gute “ausgezittert” und geniesst nun erstmal seinen Winterschlaf. :sleeping:

Hi @adibus
Ich hab übrigens die Fehler bez. 1) Tachowelle Geräusche und 2) springende Nadel gefunden.

  1. Es gibt bei mir ein ca. 20 cm langes weisses bewegliches Röhrchen. Es ist am Ende, wo die die Welle beim Tacho eingesteckt wird. Es sorgt dafür, dass es direkt beim Tacho keinen Knick gibt. Das war nicht mehr am weissen Stecker befestigt, sondern ist nach unten gerutscht. Seit dem ich das nach oben gezogen und am Stecker befestigt habe, ist ruhe.
  2. Ist das Loch in meiner Fettkappe zu gross, durch das die Tachowelle gesteckt wird. Dadurch hat die Welle Spiel. Evtl. ist das bei dir auch so. Die Welle konnte ich, nach dem ich sie durch das Loch in der Fettkappe gesteckt habe, mit einer Zange nach links und rechts bewegen.

Hallo liebe ForumsleserInnen
Ich habe selten so viel gelernt wie die letzten 12 Monate. 2 Monate waren wir auf Reisen, haben einiges am Bus gewerkelt, und hier habe ich unzählige Beiträge von euch allen gelesen und auch selber einige verfasst.
Ich möchte mich bei euch bedanken und sagen, dass es genial ist, so eine Community im Rücken zu haben.

Mittlerweile ist unser Poschti ein Familienmitglied geworden (wie bereits von @Matriks vorausgesagt).

Ich habe hier noch einige Fotos von letzter Woche. Wir hatten Wasser im Bus, und das Frontblech war dick gespachtelt. Zudem liess fortgeschrittener Rost direkt bei der Frontscheibendichtung nichts gutes erahnen.
Ein Jahr war ich immer wieder mit Spenglern, Bekannten, Freunden, und Freunden von Freunden in Kontakt bez. Schweissarbeiten am Bus.
Vor wenigen Wochen habe ich dann Martin kennengelernt. Er fand es eine top Idee, dass ich alles ausbaue, wir dann gemeinsam schweissen und lackieren und ich alles zum Schluss wieder zusammenbaue. Toll wars! Hier noch einige Impressionen.

Glücklich, dass die Scheibe draussen ist.


Nicht so schlimm wie erwartet.

Raus das Blech. Dank dem Schweisspunktbohrer nicht mal so eine grosse Sache.

Blech passt ganz gut!

Nach dem Schweissen, habe ich die Fugen an der Front, welche porös wurden aber sonst noch gar nicht so schlecht aussahen, ausgekratzt, geschliffen und dann dick mit 2k Epoxy Grundierung eingestrichen und mit Dichtmasse abgedichtet (von beiden Seiten so gut es ging.

Nach dem Anschleifen wurde am nächsten Tag die 2k Epoxy Grundierung mittels Spritzpistole aufgetragen.

Und anschliessend noch mit dem Gelb drüber.

Zwei Tage später habe ich den Bus wieder zusammengebaut. Einzig die Frontscheibe war ein hartes Stück Arbeit. Das Resultat kann sich aber sehen lassen. Der Farbunterschied ist leider doch etwas grösser als erwartet.


Ein Kuss für die “shiny nose”.

Liebe Grüsse
Elias

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Hallo Elias ,

Schaut doch gut aus und klar ist der Farbunterschied grösser als erwartet :wink: der restliche Lack ist eben schon gut verwittert und da fällt das neue Gelb eben auf :slight_smile: ist sogar bei Weiss so :stuck_out_tongue:

Gruss Mirco

Das Schweizer Postgelb ist übrigens ‘goldgelb’ RAL 1004 ( Bildschirm, RGB: e4a700 ) :slight_smile:

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Leider habe ich nicht nachgeschaut und 2 2k Dosen RAL 1004 gekauft. Dann ist mir aufgefallen, dass ich bereits mal 1 1k Dose RAL 1004 gekauft und probiert habe. Es hat leider bei weitem nicht gepasst.