Heute morgen online gegangen ist ein Video von ESDI(D), das eine T3 Elektrifizierung vorstellt, mit 82KWh VW MEB Modulen, verteilt auf Unterboden und Motorraum. Das finde ich technisch interessant im Vergleich zum Umbau eines T3 von ECC(GB) mit nur wenig mehr Kilowattstunden, der die Batterien im Innenraum unterbringt.
Auf das Bild klicken fürs YT Video:
Der Umbau setzt eine Motor- und Getriebeeinheit, mit für meinen Geschmack zu viel Leistung, direkt an die Stelle des Originalgetriebes. So muss die Kraft nicht mehr ums Eck und man wird das Originalgetriebe los. Das finde ich beides vorteilhaft. Frage mich, ob es darüber hinaus ein anderes Paket gäbe mit weniger Leistung, das man in der gleichen Logik/ an der gleichen Stelle einsetzen könnte. Womöglich könnte man ein wenig Gewicht sparen und an Effizienz gewinnen, weil dann etwa bei Reisegeschwindigkeit auf der Landstrasse der Antrieb näher an seinem optimalen Leistungsbereich wäre.
Eine Schnellladung soll es auch geben. Bin gespannt welche Zahl unter schnell verstanden wird. Bei ECC-Umbauten ist man inzwischen bei 150 bis 200 KW. Bei ESDI wäre es vermutlich je nach Bedürfnis des Kunden in einer ähnlichen Grössenordnung möglich.
In der CH ist ein Import und Einbau einer ESDI Lösung wohl bei geringer Stückzahl nicht wirtschaftlich in Reichweite, so etwas zuzulassen, aber interessant finde ich das Vorhaben allemal.
danke für das Video, ich verfolge schon länger die Umbauten von EDUB (auch GB), welche aber nur T2 machen.
Dein Link geht nun somit auch für den T3 in die gleiche Richting.
Und wenn unser Spritpreis dank den Kriegen weiter so steigt, ist ein Umbau egal mit welcher Effizienz sehr interessant.
ESDI bieten 2 Kits an, kleiner Motor mit kleinem Batteriepack und gleiches in Gross. Das ist doch sicherlich kombinierbar, mit kleinem Motor und grossem Akku.
Dann hätte man 100kW (136PS) und 80kWh Akku. Das gäbe dann wohl so um die 350-400km, wenn der Motor im effizienteren Bereich laufen könnte.
Technisch ist das längst kein Problem mehr. Solange es jedoch ein Spiessrutenlauf bleibt, einen Umbau überhaupt zugelassen zu bekommen, schreckt mich das ab. Selbst wenn die Umbaukits „günstiger“ werden, bin ich nicht bereit, ein Drittel der Gesamtsumme für Zulassungen und Swissfinish zu bezahlen. Weis jemand wie weit die Politik da schon ist? Dachte ich hab vor zwei Jahren mal was gelesen das der Umbau vereinfacht werden soll.
mit der aktuellen Besetzung des Bundesrates würde wahrscheinlich eine Motion mit dem Inhalt “Unbau eines Elektroauto in einen Verbrenner” im Rekordtempo noch auf dem Verwaltungsweg umgsesetzt…
Gewicht Sparen gleich Effizienzgewinn hat beim Elektroantrieb nur marginal Gültigkeit, weil das Mehrgewicht, das in Fahrt gebracht oder auf den Hügel transportiert werden muss auch wieder mhr Energierückgewinnung bedeutet beim Verzögern oder Hügel wieder runter Fahren.
Daneben bedeutet ein leistungsstärkerer Elektromotor auch eine höhere Rekuperationsleistung bei der Verzögerung, womit mehr Energie zurückgewonnen werden kann und weniger mechanisch gebremst werden muss. Bei den 2WD würde da min. 200kW Sinn machen, beim Syncro dank Einbezug der Verzögerung an der Vorderbremse sogar noch viel mehr resp. halt so viel wie der T3 dafür ausgelegt ist.
Wie wird die Rekuperationsleistung sinnvoll geregelt. Oroginal bremst ein T3 mit dem Motor beinahe nichts und neigt leer hinten zum überbremsen. Das ist aber handhabbar (ab der Bremse, gegensteuern,… je nach Situation). Wäre da hinten ein e-Motor der richtig bremst, was macht man dann? Geht man ab dem Gas beginnt der e-Motor zu verzögern, dann tritt man evtl. noch auf die Bremse. Die Karre geht vorne in die Knie und das Heck hebt sich an. Dann stehen hinten die Räder und was dann? Bleibt das Getriebe drin (sonst eh kaum abnehmbar) hat man immer hin noch die Kupplung.
Weiss irgendjemand was eine T3 Trommel hinten maximal verzögert im vergleich zu einem.eMotor:
Mit dem Mehrgewicht der Batterie im Bus dürften die Räder am Boden bleiben, auch bei stärkerer Bremsung.
Reku ist zwar toll, aber nicht sehr effizient. Mehrgewicht ist nicht wirklich sinnvoll deswegen.
Reku ist meiner bescheidenen Meinung nach vergleichbar mit einem Retarder im Schwerverkehr. Tolle Dauerbremse, auch wenns länger runterzus geht. Aber vom Biss her nicht zu vergleichen mit einer “normalen” Betriebsbremse.
Gemäss Website haben die T3-Kits immer denselben Motor drin. Es wird wohl - wie nicht unüblich - einfach dessen Leistung entsprechend limitiert, was im Zusammenhang mit dem kleineren Akku zu dessen Schutz Sinn macht. Somit bringt der Motor in der leistungsschwächeren Variante eh keinen Gewichtsvorteil.
Beim Haflinger mache ich mir da keine Sorge. Der hat Allrad oder? Dann bremst es vorne und hinten, das entschärft das Problem.
Gehen wir von folgendem aus:
Berg runter und rutschige Fahrbahn (bei mir war das damals wohl eine verstaubte, verpollte,… Fahrbahn und dann wenig Regen, regnete aber aus unserer Richtung nicht). Dann kommt eine Kehre (war <50 km/h unterwegs), etwas runter mit dem Tempo, somit mal.etwas bremsen. Popometer stellt fest das vorne und hinten Räder rutschen (ganz hinten beim Wohnwagen?). Zumindest geht es stabil gerade aus weiter und verzögert leicht. Weniger bremsen und so gut es geht weiter verzögern. Distanz bis zur Kurve reicht gut. Dann beinahe ohne Bremsleistung mit drehenden Räder um die Kurve.
Nun mit One-Pedal-Driving:
Mehr ab dem Gas. Popometer meldet hinten rutscht es (Heckantrieb). Falls Kupplung da, Kupplung trennen (in einem Fahrsicherheitstraining sagte der Instruktor uns Ende 90er, bei einen Automat Wahlhebel nach vorne ins N hauen, dachte damals ???). Dann wie oben.
Falls keine Kupplung bzw. nicht gewohnt (hätte wohl bei einem Automat damals kaum den Wahlhebel ins N gedrückt), müsste etwas Gas gegeben werden und gleichzeitig vorne gebremst werden (bei linkem Fuss auf die Bremse hört es bei mir fahrtechnisch auf, mit sowas habe ich 0 Erfahrung). Somit fehlt dann die Bremsleistung vorne, um zu verhindern, dass hinten das Heck kommt. Wie soll man das Handhaben?
Motorbremshebel wäre da aus meiner Sicht eine elegante Lösung. Ist noch eine Kupplung drin, kann man sich dies sparen, sollte sich aber bewust sein, im Fall der Fälle die Kupplung zu drücken. Abee wies sieht es dsmit aus wenn man … km nicht mehr gekuppelt hat?