Suchen T3 syncro Westfalia


(Thomas Furter) #1

Wir suchen unser Reisemobil für unsere Familie. Wir werden ab 2020 für 5-10 Jahre auf Achse sein. unsere Wahl fiel bald auf den T3 syncro Westfalia. nun suchen wir eine geeignete Basis, um unser Mobil aufzubauen. Wenn jemand etwas weiss, sind wir über Hinweise und Tips oder gar Angebote sehr dankbar.

Herzlichen Dank und liebe Grüsse


(Christof Hugentobler) #2

Ciao Thomas

Verstehe mich nicht falsch, T3 Syncro ist ein super Reisemobil. :blush: Aber: bist du dir sicher, dass ein T3 Syncro das richtige Fahrzeug für eine Reise von 5-10 Jahre ist? Die meisten Fahrzeuge werden dann um die 40 Jahre alt sein und in der Zeit sicher grössere Reparaturen benötigen. Wenn ich was sehe, melde ich mich!

Lg
Hugi


(Michi Osann) #3

Die andere Frag ist auch wie gross ist Deine Familie. Ich finde den T3 schon zu zweit (resp. 2 plus ein Hund) bei schlechtem Wetter ziemlich eng.
Der T3 ist ein grandioses Reisefahrzeug, aber wenn ich Kids hätte, würde ich wahrscheinlich eher eine Schuhnummer grösser wählen.


(Thomas Furter) #4

Lieber Hugi, Lieber Ruumli

Vielen Dank für Eure Antwort. Unsere Kinder sind 1.5 und 3.5 Jahre alt. Wir haben genau das lange zusammen diskutiert. Wir haben viel angeschaut und immer wieder sind wir auf den T3 gekommen. Ich hatte mal einen Vanagon in den Staaten und kenne die Platzverhältnisse. Auch habe ich eine Zeit in einem Wohnwagen gelebt. Alas ich in der Zeit eingelagert habe, habe ich nie vermisst. und auch später im Keller eingelagert. T3 passt wunderbar.
Wir wollen dorthin, wo die Strassen enger und weniger befahren sind. Und wenn wir länger, was auch der Fall sein wird, an einem Ort sein werden, werden wir in einem Zelt, in einer Hütte, einer Jurte, einem Rorbu, … Wohnen.
Es ist uns klar, dass wir sowohl Getriebe, wie auch Motor komplett revidieren müssen. Und das ist mit einer Kiste voll Ersatzteilen in der Taiga machbar.


(Joe Demschik) #5

Hallo Thomas,
was hälst du von sowas? https://m.autoscout24.ch/de/d/vw-lt-wohnmobil-occasion?vehid=5741433
Natürlich könnt ihr nur das Nötigste in dem T3 mitnehmen, aber alleine die Ersatzteile werden sehr viel Platz wegnehmen. Wir haben letztes Jahr zwei mal je eine Woche in Spanien auf Teile gewartet.
Generell würde ich dir für eine so lange Reise einen Diesel empfehlen.
Cheers Joe
P.S. hab nix mit dem Angebot zu tun :wink:


(tomix (2*T3)) #6

Ein Syncro und Diesel wird schwierig in der Schweiz. Reicht evtl. auch ein 2WD mit Sperre? Einiges einfacher bzgl. Wartung und Ersatzteile.

Uns wäre nur ein T3 für so eine lange Zeit wohl zu Eng bzw. er müsste dann wohl ein Hochdach haben. Naja ein Syncro ist eh Höher als 2m Spielt dann ja auch keine Rolle mehr.

Gruss
tomix


#7

Wieso schwierig?
Hier z.B. ist einer. Sogar mit seltenem „Zwitterdach“ (Hoch- und Aufstelldach in einem):
Link: https://www.anibis.ch/de/d-autos-~-autozubehör-occasionen-~-neuwagen--113/vw-t3-syncro,-1991,-206’870-km--26380876.aspx
https://www.anibis.ch/de/d-autos-~-autozubehör-occasionen-~-neuwagen--113/vw-t3-syncro,-1991,-206’870-km--26380876.aspx


#8

Guten Abend Thomas
Herzlich Willkommen im Forum. Finde Eure Entscheidung grossartig und äusserst unterstützenswert.

Es gibt ja jede Menge Reisende, die sich für noch weniger Wohnraum entscheiden, eine englische Familie von fünf Personen, die in einem kurzradständigen historischen Landy von London aus ins hinterste Asien gefahren ist oder jüngst ein Pärchen der schreibenden Zunft aus einer Hansestadt, die ihre Altbauwohnung gegen einen alten Ami Familien Van, in der Ausbaustufe: Matratze auf zwölf Bananenkartons, getauscht haben.

Im T3 Westi kann man sich dagegen auch zu viert sitzend aufhalten und bei Bedarf, ohne raus zu müssen in Regen oder Schnee und dergleichen, komplett in den Übernachtungsmodus umschalten - vergleichsweise - opulenter Luxus, den ihr Euch da gönnen wollt.

Finde den Hinweis auf einen Diesel, ergo einen banalen Reihenvierzylinder, von Joe allerdings ebenfalls bedenkswert. Evtl. sogar gleich einen mit einsneuner Golf TD (AAZ) suchen?,…gibt es sogar in der CH manchmal im Angebot.

Vermutlich muss man sowas, wie das von mir verlinkte Exemplar, aber komplett zerlegen und Karrosse, Interueur und Mechanik neu aufbauen,. …bei dem Preis.
Apropos:
Zwei wichtige und eng zusammenhängede Fragen sind glaubs noch nicht beantwortet - wollt und könnt ihr unterwegs(Pappkarton in der Taiga) und vorab(für den Neuaufbau) denn selber Hand anlegen UND habt ihr ein finanzielles Limit bei dem Vehikel?

Gruss
T4J


#9

Ich geb auch mal meinen Senf dazu :wink:
Der T3 stellt m.E. für Leute die nicht üblicherweise mit Weissware und 27qm Zugfahrzeug unterwegs sind ein hervorragendes Reisefahrzeug dar, was erstens noch ein Auto und kein LKW ist mit dem man nah an den Menschen ist und nicht in seiner Festung haust. Zweitens ist er extrem geländegängig, wenn man den Syncro dann noch vorn und hinten 2-4cm höher legt. Es ist erstaunlich, was man damit alles fahren kann. Auch ich werde jedes Mal aufs neue überrascht. Würde aber auf jeden Fall zum Syncro gehen, die 2WD Variante mit Sperre finde ich keine gute Lösung. Am Ende bleibt man irgendwo stecken und hätte es genau durch den Allrad verhindern können. Dann wird man sich regelmässig in den A**** beissen. Ausserdem ist es zum Fahren sicherer, gerade bei unbefestigter oder nasser Strasse.
Bzgl. Motor muss man sagen, dass man mit jedem Motor Pech haben kann. Ich persönlich finde einen Benziner nicht schlecht (ist nur in Afrika evtl. mal schwierig mit Treibstoff), dafür hat man mit Kälte kein Problem. Und, wie schon vorher angemerkt, Dieselproblem in der Schweiz. Sobald man einen der extrem wenigen Diesel Syncros in der Schweiz hat wird es mit diversen Dingen schwierig haben in Sachen Umbauten (nicht, dass das auch mit einem Benziner schwer ist) aber dort ist es schon nochmal eine Nummer schärfer, was ich so gehört hab. Und das Problem am AAZ ist ja dann auch unter Umständen wieder, dass er schon ein Motorenleben hinter sich hat. Getriebe muss/kann/sollte auch verstärkt werden und und und.
Ich weiss ja nicht, was euer Budget ist aber grundsätzlich würde ich mich nach einer ordentlichen Karosse (egal ob mit oder ohne Hoch-/Klappdach) umschauen, alle Dinge, die zu reparieren sind reparieren und dann weiter zu Motor und Getriebe(n) gehen. Den Ausbau würd ich glaube ich jedem halbwegs versierten Hobbyhandwerker anraten selbst zu bauen (inkl. Klappbank). Die Dächer gibts meist für 500-1000€ irgendwo in D gebraucht zu kaufen oder nue für ich glaub 3,5k bei Reimo. Draufbauen kann man das auch selbst (ist keine Hexerei).
Das Exemplar, was T4_AAC_Junkie verlinkt hat muss man sicher zerlegen und braucht sehr sehr viel Spenglerarbeit (hatte mir den schonmal näher angeschaut). Das ist dann wirklich ein Projekt :wink:

Gruss, Franz


(Thomas Furter) #10

Guten Morgen zusammen.

Ganz herzlichen Dank für die Antworten und die wertvollen Tips und Links. Die haben gestern zu Hause nochmal zu einer Besprechung angeregt. Wir sind Euch dafür sehr dankbar. Es ist immer wieder gut, eine Idee nochmal zu hinterfragen, wenn sie noch nicht in Stein gemeisselt ist.

Es ist in der Tat so, dass wir mit unserem Fahrzeug zu den Menschen fahren wollen, wie Campino schreibt. Das war der Grund für T3 und gegen, z.B. Bucher Duro. Wir haben auf unserer Reise so eine Art wie zwei Programme. Zum einen wollen wir zu den alten Völkern . Da wir beide selber als schamanische Heiler in der Tradition der Q’ero tätig sind wollen wir von den alten Traditionen der indigenen Völkern lernen, also mit ihnen zusammen Leben. Zum anderen wollen wir andere Bau- (ich bin zudem Architekt und habe mein eigenes Architekturbüro) und Lebensformen (be-)suchen (Permakultur, neue Schulformen, …). Das Erlebte und gelernte wollen wir wieder hierher zurückbringen. Wir werden 2-3 Monate im Jahr hier sein. Der Bus wird dann irgendwo und sicher auf uns warten. Mit dem T3 werden wir bestimmt weniger Schranken vorfinden, als mit etwas anderem, grösserem.
Der Luxus, den T4J beschreibt ist genau, was uns wichtig ist.

Den Ausbau machen wir selber, ich habe 2 Jahre als Schreiner gearbeitet und irgendwann mal mein eigenes Holzboot (ein 19 f Kanadier) gebaut. Da sollten ein paar Schubladen kein Thema sein. Für die Mechanik würde uns die VWBuswerkstatt in Winterthur unterstützen. Thomas Böhi kommt aus dem Trial und fährt mit dem T3 auf einem Rad quer durch den Atlas. Dass der T3 (Mechanik, Motor und Getriebe) dazu aber etwas modifiziert wurde ist klar.

Disel oder Benzin ist grad etwa die Gretchenfrage. Wir sind bis jetzt von Benzin ausgegangen.
In Winti auf der Halde haben die einen, der zwar grad recht tot ist. Einen Syncro Westi. Da ist alles drin, was wir grundsätzlich benötigen. Zwei Sperren, Standheizung, Westidach (Ausbau ist zwar in perfekter Form, kommt aber raus) 2.1l Benziner, kurzes Getriebe, Gastank. Bloss muss er zerlegt und wieder zusammengesetzt werden. Die Zeit hat genagt. Auch wenn wir viel selber machen können, so bleibt doch ein Haufen an der VWBuswerkstatt hängen. Ein Zweijahresprojekt mit viel Profileistung (geht ins Geld). Wenn ich dann aber weiss, dass ich dann erst alle 100’000 km mal nach Winti muss, ist das auch eine Aussicht, die vielleicht das Geld wert ist.
Mehr und mehr habe ich aber das Gefühl, dass wir jeden mehr oder weniger totalzerlegen müssten, um eine Verlässlichkeit zu erhalten. Und das Knowhow von Thomas Böhi ist im Altai, in den Anden und im Himalaya dann Gold wert.

Syncro ist für uns gesetzt. Dass wir auch damit irgendwann einmal aufsitzen ist klar. Das tut man, halt erst später. Und, ja, höherlegen hilft da und setzt das Aufsitzen nochmal etwas raus. (Blöd ist nur, dass das aufsitzen in immer abgelegeren Gebieten geschieht…)
Ich denke, Disel oder Benzin hat beides seine Vor- und Nachteile. Reichweite und Erhältlichkeit, sowie Temperaturen sind die Themen. Unsere Route können wir noch nicht im Detail voraussagen. Ich gehe davon aus,dass wir zuerst mal nach Norden fahren (Irland, Norwegen, Schweden, Finnland). Nadeln stecken auf unserer Weltkarte auch in der Mongolei, Nepal, den Himalaya-Königreichen, in der Tschuktschen Range, Chile, selbstverstädnlich Peru, Colorado Plateau (im nicht zu sagen USA), Südostalaska und unsere Tochter will unbedingt in den Senegal. Sie will dort Musik hören und tanzen. Also ist Afrika auch auf dem Programm (Marokko, Westafrika, Ghana, Senegal).

Gerne bespreche ich Eure Links mit Winti. Vor allem mit dem roten könnten wir ja grad morgen losziehen… :slight_smile:
herzliche Grüsse
Thomas


(Fabian) #11

Da hast Du richtig gehört. Wollte einen aaz 1.9 einbauen anstelle des jx1.6. Meine Recherchen ergaben niemand kann mir garantieren, dass es klappt und für etwas “nicht eingetragenes” 7war ich zu feige.

Ganz nach dem Moto: “ich brauche einen 4x4 um mich dort festzufahren wo niemand hinkommt” :wink: (habe auch einen syncro und geb den nicht her)


(schirx) #12

Zum Glück ist die Landrover-Defender-Gruppe auch recht gross und die kommen da bestimmt hin. Bzw. wenn nicht dann liegts am Fahrer :wink:


#13

Ja solange man dort Internet hat kann man dann auch gut coole Bilder posten :smiley:


(Andreas Hutter) #14

Hallo Thomas

Ich finde Eure Pläne super und wenn wir irgendwie helfen können, bitte einfach melden…wir bereisen die Welt schon im fünften Jahr am Stück in unserem Syncro und können Dir sicher viele Infos aus erster Hand bieten, wir haben den Bus übrigens auch bei Thomas in Winti von Grund auf komplett aufgebaut!:earth_americas::blush::+1:t3:

So oder so, viel Glück🍀…


(Thomas Furter) #15

@Azzuro: Ja genau!! :slight_smile: :slight_smile: das ist genau die Idee. Denn dort beginnt das Leben! Erfahrungen, Geschichten, … Die Fahrt auf der Autobahn von Zürich nach Bern gibt alleine noch keine Geschichte.

Vielen Dank für Deine Antwort, Grobetrotter 79 Andi. Auch freut uns, dass Ihr auch bei Thomas in Winti wart. Das bestärkt uns, dass das doch eine gute Idee ist, auch wenn “sein Bus” für uns noch etwas im Moos und im Oxyd ist. So glauben wir , dass das doch die beste Möglichkeit darstellt, da vieles bereits da ist, was wir benötigen. Und die mechanischen Revisionen kommen so oder so. Wenn nicht jetzt alle auf einmal, dann doch eine nach der anderen und dann halt nicht, wenn jemand da ist, der genau weiss, wie machen, dass es nicht mehr kommt.
Das Angebot für die Infos aus erster Hand nehmen wir gerne an. Vielleicht treffen wir uns irgendwo unterwegs, beim “Fest”-sitzen!!
Viele Grüsse
Thomas


#16

Cool! Ich freue mich für euch! Würde uns auch reizen, sind aber im Hamsterrad gefangen und das wird sich so schnell nicht ändern :stuck_out_tongue_winking_eye:. Unterrichtet ihr eure Kinder selber in dieser Zeit? Traut ihr euch das zu?


#17

@thomasfurter hab dir mal noch ne PN geschickt, weiss nicht ob das für dich interessant ist


(Thomas Furter) #18

Liebe® veedub

Ich verstehe das sehr gut. Es war und ist immer noch ein Prozess. Es haben uns verschiedene Umstände deutlich vor Augen geführt, dass dies unser Weg ist. Der Film von Rolf Winters, “Down To Earth” war dann definitiv das Zeichen. Ich sage nicht, dass das nun für uns ein Leichtes ist.
Unsere Reise kann vielleicht zeigen, dass das Systm gut ist, dass es aber auch noch andere Wege gibt, die man gehen kann. Wie dies zum Beispiel Campino hier in der Diskussion auch tut. Was schlussendlich zählt ist der Weg des Herzens. Den muss man gehen. Den eigenen Traum leben. Träume gibt es so viele, wie es Lebewesen gibtund jeder ist richtig.
Die Schule war mit einer der Gründe für die Gedanken über unsere Zukunft. Es war für uns bereits in der Schwangerschaft klar, dass unsere Kinder nicht zur Schule gehen werden. Auch da hat uns recht zufällig ein Film, “Alphabeth” gezeigt, dass dies ein Weg ist. Ich kann das Buch “Glücksschule” von Dani Hess empfehlen.
Also, zu Deiner Frage, ob wir uns das zutrauen kann ich ja sagen. Wir kennen unsere Kinder und wissen und sehen, was sie lernen wollen. Es ist unsere Aufgabe, ihnen dies zu ermöglichen. Halt ohne unsere Filter. Unsere Tochter stellt jetzt schon etwa 400 Fragen im Tag und wir haben ihr nicht gesagt, dass sie das tun soll. Sie WILL also lernen und das soll ihr nicht genommen werden.
Jetzt haben wir aber etwas die Thematik dieses Forums verlassen, obwohl vielleicht gerade der VW Bus genau die Themen verkörpert.
Danke also für die Frage.

Herzlichst
Thomas


(Elias K) #19

Hoi Thomas
Du bist nicht der Einzige, der sich Gedanken darüber macht.
Ich bin total deiner Meinung. Kinder wollen lernen. Die Schule nimmt (einigen) die Freude daran. Wir haben vor einem Jahr einen Kindergarten gegründet. Die Kinder haben da sehr viel Freiraum zum gestalten und miteinander (Draussen) zu sein. Hoffentlich können wir das bald auch als “Schule” anbieten. Ihr werdet auf Reisen bestimmt stressfreier und mit viel mehr Freude lernen als in der Schule.
Alles Gute
Elias


(Thomas Furter) #20

Hallo Elias

Freut mich riesig, dass Ihr diesen Weg geht. Ich hoffe, Ihr bekommt die Lizenz für die Schule. Wir haben in der Glücksschule einige Freunde, die dies ebenfalls so planen.

Auch Euch viel Freude.
Herzlichst Thomas