Pragmatische Rostreparatur

Hallo zusammen

Wie bei den meisten Bussen nagt auch an unserem der Rost. Besonders betroffen ist das Abschlussblech in der hinteren Ecke bei der Stossstange. Der MFK-Prüfer hat das zwar noch durchgehen lassen, begeistert war er allerdings nicht. Zudem hat der Lack auf den Fugen teilweise Risse, und an einigen Stellen quillt bereits Rost unter dem Lack hervor:

Ein Reparaturblech für die betroffene Ecke habe ich bereits besorgt und möchte dieses nun einschweissen. Wie würdet ihr bei den Fugen vorgehen? Meine Idee wäre, die Fugen komplett auszukratzen, die betroffenen Stellen bei Bedarf lokal zu sandstrahlen, anschliessend mit einem Rostumwandler (z. B. Brunox Epoxy) zu behandeln, zu grundieren, neu abzudichten (Sikaflex 221 wird häufig empfohlen – wäre alternativ auch Sikaflex 522 geeignet?) und die Fugen danach zu überlackieren.

Mit welchen Produkten habt ihr gute Erfahrungen gemacht, und wo bezieht ihr diese? Mein Farbenfachgeschäft, das mir früher Lacke angemischt hat, hat leider inzwischen geschlossen.

Würdet ihr für eine solche Reparatur zwingend auf 2K-Produkte setzen, oder gibt es auch brauchbare Lösungen mit 1K-Produkten? Und würdet ihr den Lack spritzen oder rollen?

Mir geht es um eine pragmatische Reparatur. Der Bus wurde vor vielen Jahren bereits teilweise nachlackiert, allerdings nicht besonders gut, und die Farbe ist inzwischen unterschiedlich stark ausgeblichen. Es soll und wird kein Showcar werden. Der Syncro wird auch künftig artgerecht bewegt, daher sind Kratzer ohnehin unvermeidlich.

Vielen Dank für eure Erfahrungen und Tipps!

Hoi, pass bei den Fugen auf mit Sandstahlen, das Problem ist dass der Sand zum teil in den Fugen stecken bleibt und du in diesen nicht mehr raus bekommst besser du kratzt aus oder du nimmst einen dremel oder so etwas mit einer kleinen trennscheibe und putzt die Fugen so weiter , und bei lack definitiv auf 2K

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Also ich würde die Fugen, die auch nur die geringsten Risse oder Blasen aufweisen öffnen. Zuerst mit einer CSD bzw. Reinigungsscheibe und dann die Fuge manuell auskratzen. Das geht normalerweise mit einem Cutter oder Teppichmesser sehr gut, man muss nur aufpassen, dass die klinge nicht abbricht und dann nicht mehr raus kommt.

Rostumwandler bin ich nicht so der Freund von. Besser ist OwatrolÖl, das kann man mit einem Spritze und Kanüle richtig tief in die Fugen spritzen, bis es wieder raus läuft. Wenn es getrocknet ist, fix grundieren mit zB Brantho Korrux Nitrofest und dann eine Karosserie Klebe- und Dichtmasse in die Fugen geben. Ich nutze immer Korroflex von Korrosionsschutzdepot. Sehr gutes Zeug.

Wenn das dann trocken ist je nach Lack nochmals eine Grundierung drüber und lackieren.

Ganz wichtig bei den Fugen: die Form der Oberfläche muss konvex sein, nicht konkav. Dafür sollte man sich einen guten Rakel/abzieher bauen, damit die Form am Ende passt. Schau dir mal die intakten Fugen am Bus an, die sind ab Werk quasi ich alle so. Damit kann die Fug arbeiten ohne, dass der Lack gleich reißt.

Alle Produkte findest du beim Korrosionsschutzdepot, die nebenbei auch noch sehr kompetent beraten.

Viele Grüße

Franz

Edit: die Fugen am T3 sind tatsächlich nicht alle so ab Werk. Vermutlich aus Kostengründen. Bei allen moderneren Fahrzeugen ist es so, weil’s besser funktioniert :wink:

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Vielen Dank für eure Tipps, das hilft mir definitv weiter!

82er Westi, Fugen sind im Originalzustand und konkav. Auch kein Problem.

Da ich aber beim 87er dahinter sollte, wie sehen die neueren Fugen Original aus?

Irgendwo hier im Forum hätte ich mir dafür mal die Bestellliste beim Rostschutzdepot zusammengeschrieben. Muss ich mal wieder raus suchen und dann entsprechend bestellen. Junior will hinter die Stossstange und das Blech dahinter (Vorne). Er ist der Meinung das sei nun nicht mehr akzeptabel ;-).

Gruss

tomix