Hallo zusammen
Ja, ich weiss, das Thema mit den Hydros ist so eine Sache, die auch schon ein, zwei Beiträge hat. Ich möchte hier auch mal meine Erfahrungen teilen und gerne auch eure dazu hören.
Wer nicht so viel lesen mag, kann im unteren Drittel weiterlesen bezüglich der Hydros.
Ich habe anfangs Jahr einen revidierten WBX 2.1L (SR) Motor in meinem (Brandopfer) verbaut.
WBX 2.1l SR-Motor Motorbrand (kleine Galerie) - Marktplatz / Suche - VWBUSFORUM.CH
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Der Motor stammt aus einem Tauschgeschäft, das ich vor etwa 2 Jahren gemacht habe und was vermeintlich ein guter Tausch war. Die Vorgeschichte kannte ich nicht, weder wer ihn revidiert hatte noch was genau gemacht wurde. Nach Begutachtung des Motors ging ich den Tausch ein und stellte ihn ins Lager.
Nach dem Motorbrand meines Syncros kam der Moment für den Motor und er wanderte in den Bus. Der Motor sieht solide revidiert aus, alles neu, was vor etwa 3 Jahren so an Teilen verfügbar war. Die Gehäuse sind gebraucht, aber gestrahlt und anschliessend lackiert worden.
Alles in allem gut, Motor in den Bus verbaut. Anschliessend Grundeinstellung gemacht, alles angeschlossen und kontrolliert (Benzindruckregler verkehrt eingebaut) und mal 1 Minute ohne Kerzen orgeln lassen und den Öldruck kontrolliert. Danach die Kerzen rein, mich 15 Minuten gewundert, wieso er nicht angeht. Nach Schema Fehlersuche: hat er Zündfunke? Nein, leider nicht. Kurz mit dem Multimeter den neuen Kabelbaum durchgemessen und siehe da: ein Pin vom Hallgeber nicht sauber im Stecker! Nach weiteren 5 Minuten Orgeln wieder nichts. Nächstes: Benzindruck kontrolliert – siehe da, 0 Bar. Gut, alles wieder kontrolliert und festgestellt, dass der Druckregler nicht im Rücklauf, sondern im Vorlauf war, also verkehrt. Anschliessend getauscht und siehe da: 2 Sekunden georgelt und er machte Krach wie ein Grosser (da der Kat noch fehlte). Sooo ein Smile gehabt, als er lief.
Nun 10 Minuten laufen lassen, ZZP und CO eingestellt und dann wieder ab auf die Strasse. Alles super, bis er nach 5 Minuten ein feines nagelndes Geräusch machte, das immer lauter wurde. Hydros!!
In der Garage geschaut, wo das Klackern herkommt, und nach Kontrolle der Kipphebel sah ich, dass der Auslass von Zyl. 1 klemmt oder nicht mehr ganz sauber zurückgeht. Irgendwas mit dem Stössel stimmte nicht. Also Hydro raus und gesehen, dass sich dieser am Block angefangen hat festzufressen. Anschliessend versucht nachzuhonen und alles wieder zusammen mit einem neuen Hydro.
Das Spiel ging 3 Mal, bis ich nun alle Hydros ersetzt habe. Leicht genervt ging ich wieder einmal mehr auf die Probefahrt und hatte wie immer noch ein Tinnitus – das Klackern von vorhin noch im Ohr. Aber ein leises Klackern hört man noch, was sich auch nach 1,5 h Fahrt nicht legte.
Aktuell bin ich froh, dass er läuft, aber immer noch nicht ganz happy über die Leistung und das leichte Klackern.
Nachdem ich die Kompression gemessen habe und auf einem Zylinder nur 8 bar hatte für einen revidierten Motor, war klar, wieso. Aus Neugier habe ich die Kipphebel auf Spiel eingestellt und wieder gemessen – und siehe da: 11,5 bar auf der Uhr.
Jetzt fahre ich aktuell nicht mehr die Grundeinstellung der Kipphebel mit 1,5 Umdrehungen Vorspannung, da er mit den besagten 2 vollen Umdrehungen fast nicht angegangen ist, sondern nur noch eine halbe Umdrehung Vorspannung auf den Hydros. Ich habe in letzter Zeit viel verstellt, gemessen und getestet und muss sagen, dass es so gerade stimmt mit den neuen Hydros.
Die Hydros sind sicherlich voll und zu 100 % hart, aber die Einstellung gemäss Handbuch ist aktuell überhaupt nicht mehr fahrbar, wenn er so überhaupt noch angeht. Das Klackern ist noch ganz leicht zu hören, empfinde ich aber als vernachlässigbar, da man es nur hört, wenn man direkt am Heck lauscht.
Das ganze Thema hat mich sehr viele Nerven gekostet und ich spiele immer noch mit dem Gedanken, den Motor auf mechanische Stössel (021 109 309 G) und längere Stangen umzubauen.
Ich wollte mal fragen, ob jemand auch solche Erfahrungen mit den Hydros und der Grundeinstellung gemacht hat – mit so geringer Vorspannung?