Hallo allerseits,
Da dieses Jahr das erste mal seit dem Kauf meines T3 vor 2 Jahren ein Gang zur MFK fällig ist (ok, den Termin habe ich noch nicht, aber ich wollte vorsorgen), habe ich mein Gefährt in die Werkstatt gebracht, und da er hier und dort etwas Rost angesetzt hat, hat mich der Mech zum Spengler geschickt.
Nun war ich vor ein paar Wochen dort, wir sind um den Bus gelaufen, er hat die nötigen Schweissstellen aufgeschriegen und ich habe ihm vermittelt, dass meine preisliche Schmerzgrenze bei 3000.- liegt und ich momentan nicht mehr vermag. Der Herr hat gelächelt und gemeint, das sei mehr als genug, dafür kann er auch noch ein paar Dinge richten, die zur MFK nicht nötig sind, aber später mal Probleme bereiten können. Ok, ich war nicht direkt erfreut darüber, aber immerhin fuhr ich mit dem Wissen nach Hause, dass es mit dem Geld aufgeht. Gestern habe ich den Bus wie vereinbart zum Spengler gefahren, damit dieser heute mit der Arbeit loslegen kann.
Aber heute um Acht Uhr klingelt das Telefon: Ja, Hallo, Roger hier, ich habe mit dem Bus angefangen und beim Aufschneiden ein paar Rostnester mehr gefunden…blabla…ja, unter 4500.- sei nix zu machen!
Heilige Scheisse!
Soviel habe ich nicht auf der Seite!!! Andrerseits…man hat schon so viel in den Bus investiert, dass die Option “entsorgen” gar nicht in Frage kommt, geschweigen denn ein Sommer ohne Auto, auf dass ich durch meine Hobbies angewiesen bin.
Also bittet man den Spengler, weiterzumachen und fragt sich im Geiste, welche anderen Rechnungen man nicht fristgerecht bezahlen kann, und wie weit der nächste Lohn noch weg ist.
Kurz darauf geht einem durch den Kopf, was man sonst noch schönes mit dem Geld häte machen können und noch später, welche geplanten Ausgaben man sich an den Arsch streichen kann, weils nicht mehr drinliegt.
Nun habe ich diese Situation nicht das erste mal erlebt, praktisch jedesmal, wenn ich in die Werkstatt gehe, bekomme ich irgendwas gesagt, was es kostet, freue mich, dass es nicht so viel ist. Dann kommt irgendwann der Hammer per Telefon: Wir müssen noch das und das machen, es kostet ein bisschen mehr. Und man befindet sich wieder in der Oben genannten Situation. Ähm ja, ich denke nicht, dass es an der Werkstatt liegt, und ich ständig abgezockt werde. Ich glaube nicht, dass die VWBuswerkstatt in Winti solche Sachen macht!
Und wenn ich dann noch daran denke, was ich in Zukunft noch alles für den Bus ausgeben muss, wird mir schwindlig: neuer Unterbodenschutz, eine Getrieberevision wird mir schon lange ans Herz gelegt, restlicher Rost, bald mal einen neuen Motor usw. Da wage ich nicht mal, von zusätzlichen Gadgets wie Ölkühler oder besserer Hupe überhaupt nur zu träumen.
Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich nur noch für dieses Gefährt, die Krankenkasse und das Steueramt arbeite! Und aus dem Büssli, dass eigentlich für günstige Ferien gedacht war, ist ein Fass ohne Boden geworden. Ich glaube, ich habe in den 2 Jahren Busfahren 2 mal soviel für den Unterhalt bezahlt, wie der Bus selbst gekostet hat.
In meinen Träumen habe ich 2 Autos. Den Bus für die Ferien und ein billiges Wägeli für den Alltag. Und optional eine Einzelgarage, um selbst etwas herumzumechen. Aber eben, bei den Zürcher Parkplatzpreise ist das reines Wunschdenken.
Natürlich interessiert es mich, wie das euch so geht. Oder bin ich der einzige mit diesem Problem?
Danke fürs Lesen
Deprimierte Grüsse
Marcel
http://www.sequencer.de/synthesizer/images/smiles/regenwesen.gif
PS: Wenigstens hat mich mein Bus in den Ferien noch nie im Stich gelassen!





oder zum essen zu viert bei regen drinnen bequem sitzten oder drinnen warm duschen
…aber ich mag halt mein SYNCRO 