Ich möchte hier mal kurz mein neues Strom-Management im Bus vorstellen.
Ich fahre einen VW T3 Joker BJ 1989, in dem schon original zwei Batterien verbaut sind: Starterbatterie unterm Beifahrersitz und Bordbatterie unterm Fahrersitz. Statt letztere durch die neue 80Ah-Lithium-Batterie zu ersetzen, habe ich mich für eine dritte Batterie im Bus entschieden mit der Überlegung, den neuen Lithium-Akku nur fürs mobile Homeoffice zu nutzen. D.h. diese dient ausschliesslich dem Laden von Laptop, Zweitmonitor und Handy mit mobilem Internet-Hotspot. Ein 100W-Solarpanel mit CTEK D250SE-Laderegler unterstützen das ganze.
Ziele:
3 Batterien für klar getrennte Aufgaben: Fahren / Wohnen / Arbeiten.
Originale Verkabelung im T3-Joker (mit Start- und Zweitbatterie) nicht ändern!
12V-Betrieb ohne Wechselrichter!
Die Gretchenfrage: Wie sieht die Verkabelung bei 3 Batterien aus, von denen die 2 alten bereits via Trennrelais verbunden sind? Denn das CTEK-Schaltschema zeigt nur 2 Batterien (Starter & Service).
Meine Lösung seht ihr auf dem anschliessenden Bild. Oben das unveränderte Original im Bus - unten die Ergänzung. Funktioniert perfekt.
Ich war damit über einen Monat lang arbeitend unterwegs und hatte auch in der Wildnis der Toscana immer genug Power zum Arbeiten, Fahren und Wohnen. Die strikte 3-Teilung hat Vorteile. 1 Beispiel: An kühlen Abenden die Standheizung laufen lassen ohne Sorge, am nächsten Morgen kein Strom mehr zum Arbeiten zu haben.
Bei sonnigem Wetter reichte die Power tagelang fürs autarke Stehen und Arbeiten. Nach ca. 3 Tagen bei bedecktem Himmel reichte eine ausgedehnte Fahrt zum Supermarkt und mit Umwegen zurück, um alle 3 Akkus wieder voll zu machen.
Homeoffice wird uns vielleicht noch lange beschäftigen. Warum nicht auch mobil im Bus? Lasst uns das Nötige mit dem Schönen verbinden.
Gute Idee!
Wo hast du die 3.Batterie “Arbeiten” verbaut? Welche USB-Ladestecker hast du verbaut? Auf den Wechselrichter zu verzichten ist smart, alle mobilen Geräte laufen ja heute eh auf 12v- leider finde ich immer nur Ladestecker mit einer LED, die dann bei Stromversorgung dauerhaft leuchtet… oder solche, die man sich beim besten Willen nicht in einer Oberfläche vorstellen mag…
Die 3. Batterie und das CTEK-D250SE sind im Staukasten direkt hinterm Beifahrersitz. Die Distanz zur angeschlossenen Starterbatterie beträgt hier gerade mal ca. 20 cm.
USB-C-Ladestecker nutze ich DIESEN von Satechi. Steckt in einer 12-V Power-Steckdose. Bei Nichtgebrauch ziehe ich den ein bisschen heraus. Alles ist schön versteckt im Staukasten; muss dort keinen Schönheitswettbewerb gewinnen.
Laptop wird via USB-C PD mit 60W geladen. Reicht, um die MacBook Pro-Akkus während dem arbeiten voll zu halten.
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T3ole
(unterwegs mit Gaskocher auf 4 Rädern seit 1999 )
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Hoi Adi
Das funktioniert? Bei meinem MacbookPro wird der maximale Verbrauch mit 18.5V / 4.6A angegeben. Also 85W. Ist allerdings ein älteres. Ziehen die neune Geräte weniger Strom?
Ja. Das MacBook Pro 16 akzeptiert 5V, 9V, 15V und 20V Spannungen via USB Power Delivery und kann mit 5W bis 96W geladen werden.
Mit dem erwähnten 60W USB-C / PD Ladestecker funktionierts jedenfalls - halt etwas langsamer als mit dem 96W-Apple-Ladegerät. Reicht aber locker. PD = Power Delivery : arbeitet mit verschiedenen Spannungsstufen.
Bei Interesse: Hier weitere Infos zum Laden dieses MacBooks
Bin soeben auf deinen Beitrag gestossen. Sehr interessant! Wir haben ebenfalls einen originalen Westfalia-Ausbau, welchen wir mit einem Solarpanel ergänzen möchten ohne das bestehende System zu stark zu verändern (es funktioniert soweit ja zuverlässig). Verstehe ich richtig, dass dein CTEK D250SE sowohl deine 3. Batterie lädt und gegebenenfalls deine Starterbatterie? Hast du die Innenbeleuchtung an die 3. Batterie angeschlossen? Bist du noch immer mit diesem System unterwegs? Bewährt es sich?
Hallo Beat
Das Setup hat sich bewährt und funktioniert einwandfrei.
Ja, die Starterbatterie wird immer mitgeladen. Bei laufendem Motor werden alle 3 Batterien geladen, wovon der LifePo4-Akku optimiert mit Impulsladung via CTEK D250SE.
Die Innenbeleuchtung hängt aktuell noch original an der Starterbatterie. Werde ich noch ändern und an die Zweitbatterie anschliessen.
Wie gross wird dein Solar-Panel sein? Meines ist ein 100W und hängt direkt am Solar-Port des CTEK. Man sollte davon aber keine Wunder erwarten. Das Laden via Solar geht sehr langsam und erfordert zudem eine optimale Ausrichtung zur Sonne. Sehr viel schneller geht das via Lichtmaschine resp. kurzem Ausflug oder Weiterfahren …
Danke für die schnelle Antwort. Hört sich gut an. Grundsätzlich möchten wir lediglich kleine Verbraucher anschliessen (Mobilephone, Innenbeleuchtung, etc.). Für den Betrieb vom Kühlschrank bin ich noch unschlüssig. Auf 12V läuft das Ding nicht sehr zuverlässig und im Gasbetrieb ist es mir nicht sehr wohl. Noch den originalen Kühlschrank verbaut? Wie machst du dies jeweils?
Allenfalls überlegen wir uns, dass Panel nicht fix zu montieren. Dies würde es uns ermöglichen, dass Panel im Stand optimal ausrichten zu können. Den Bus versuchen wir ja meist im Schatten abzustellen. So könnten wir die Panels einige Meter entfernt an der Sonne aufstellen.
Ja, es ist noch der originale Electrolux RM184 EGI Absorber-Kühli verbaut. Mit wenigen Ausnahmen im Hochsommer reicht uns die Leistung und er läuft fast immer mit Gas. Ich habe da Null Bedenken. Auf langen Fahrten schalten wir ihn auf 12V um, auch wenn dann die Leistung nicht ganz befriedigt. Auf Campingplätzen hängt er am 220V Aussenanschluss. Falls dieser Kühlschrank noch nie überholt / revidiert wurde, könnte sich das lohnen. Hier ausführliche Infos dazu:
Zum Solarpanel: Habe meines aus gleichen Gründen auch nicht aufs Dach montiert. Unterwegs liegt es ganz hinten unterm Aufstelldach. Ich schliesse es nur an, wenn die Umstände optimal sind und Laden dringend nötig wird. Meine Erfahrung zeigt, das dies eher selten der Fall ist.
Danke für den Link. Ich würde eben gerne vermeiden, dass ich lediglich aufgrund vom Absorber-Kühlschrank mich jeweils auf dem Campingplatz ans Netz anschliesse. Ansonsten ist das Solar-Panel wiederum überflüssig. Vermutlich macht der Gasbetrieb in Kombination mit Solar und einer 3. Batterie für die kleinen Verbraucher Sinn.
Hallo, habe soeben den beitrag entdeckt und da ich mir am überlegen bin ob ich mir eine 3. batterie zulegen möchte dachte ich ich frag mal was nach.
im moment habe ich eine starterbatterie und eine verbraucherbatterie, da mir aber zum teil wenn ich lang stehe die verbraucherbatterie zimlich runter geht, überlege ich mir eine 3. batterie einzubauen und diese einvach paralell an die verbraucherbatterie zu hängen.
Hei, ich hatte dies bei meinem Bus auch mal gemacht, aber die Batterien brauchen viel Platz und halten nicht wirklich lang. Wenn die Batterien noch unterschiedlich alt sind klappt das gar nicht gut. Zudem kosten 2 normsle Batterien gleich viel wie eine LiFePo-Battterie. Ich habe mittlerweile auch gewechselt und würde es dir auch empfehlen. Du sparst dir viel Gewicht und die Batterien kannst du bis 20% entladen, Säurebatterien nur bis 50%. Also bevor du pararell nachst überlege dir umzurüsten. Zudem halten die Litiumbatterien auch viel länger.
Uns hilft hier ein kleines Solarpanel, nicht fix montiert, zum einstecken. Bus im Schatten und Panel an der Sonne.
Das Panel ist mittlerweile über 15 Jahre. Reicht immernoch um die 55ah 2. Batterie zwischen 80-100% zu halten. Hängt aber auch nur ein Kühlschrank drann und natürlich ein wenig Licht. Ab und an einmal das Handy wieder laden.