Leistungsmessung VW T3

Liebes Forum

Da bei mir in nächster Zeit ein Motorenumbau / -revision ansteht, möchte ich wissen, wie viel Leistung mein DG mit 320’000 km überhaupt noch hat. Damit möchte ich dann einschätzen können, was eine Revision / Umbau bringen könnte.
Nun meine Frage an euch: würdet ihr eine Leistungsmessung einem solch alten Motor zutrauen? Denn da wird ja der Motor bis zur Maximaldrehzahl hochgedreht und bis der Drehzahlbegrenzer abriegelt (habe keinen Drehzahlmesser im Kombiinstrument). Weil, auch nur kurz so hoch drehen ist wohl schon eine ziemliche Belastung für den WBX.
Was meint ihr dazu?

lg
Hugi

Der Diesel wird bei jeder Abgasmessung mehrmals bis zur Höchstdrehzahl hochgejagt, ist dies bei den Benziner nicht so?
Die maximale Leistung liefern die Motoren nun mal bei der “maximalen” Drehzahl. Eine Alternative wäre das maximale Drehmoment zu messen (zumindest beim Diesel ist das im “grünen” Bereich).
Aber Achtung, ich habe keine Ahnung von Leistungsmessungen usw. und was der Aufwand dafür ist.
Gruss
tomix

Hoi Hugi
Ich würde in erster Linie vor der Zerlegung eine Öldruck-und Kompressionsdruckmessung machen. Damit siehst Du wie “fit” der Motor aktuell noch ist und wie weit Deine Revision gehen sollte. Indirekt kannst Du Dir damit auch ein Bild machen wieviel Leistung noch vorhanden ist. Ob Du zum Spass noch eine Leistungsmessung als Vorher-Nachher-Vergleich machst, kannst Du ja noch überlegen. Wie hoch der Motor dabei gedreht wird, kann man ja vorgängig besprechen (die Drehzahl wird ja ausgewertet). In diesem Kontext hat mal ein Werkstattleiter gesagt: “Geht’s kaputt, wär’s sowieso kaputt gegangen” :upside_down_face: :stuck_out_tongue_winking_eye:
Grüsse fubu85

3 Like

Wenn dein Motor eine Leistungsmessung nicht aushält das hat er dringender eine Überholung nötig als das du denkst. Ich würde es machen :stuck_out_tongue: wenn es dich wundernimmt.

Merci für eure Antworten! :slight_smile: :+1:
Ich hätte im Sinn eine Insoric-Leistungsmessung zu machen. Das ist ein Messgerät, das an den Rädern montiert wird und Leistung sowie Drehmoment misst. Der Test wird dann unter “realen” Bedingungen auf der Strasse gemacht. D.h. der Bus im 3. Gang beschleunigt, bis der Drehzahlbegrenzer einschreitet. Der Nachteil ist halt, dass man die Motorendrehzahl nicht von aussen steuern kann. Von daher ist eine Messung auf einem Rollenprüfstand vielleicht schonender. Aber es ist schon klar wie @tomix richtig schreibt kommt die max. Leistugn bei der max. Drehzahl. Einen 4x4 Rollen-Prüfstand mit Einfahrtshöhe 2.7m zu finden ist eben nicht so einfach :see_no_evil:

Ja, Kompressionsmessung wäre sicher eine gute Idee, um den Zustand des Motors einschätzen zu können. Das sollte ich sowieso mal machen. Ich überlege mir z.Z. (wiedermal) ein Umbau auf einen grösseren Motor, sei es ein SR ohne Endschalldämpfer und mit anderer Nockenwelle oder grad ein 2,3l Gowesty. Und dabei möchte ich eben gerne wissen, was die Ausgangsleistung meines Motors ist, damit ich das Kosten/Nutzen-Verhältnis besser abschätzen kann.

was ist denn der 2.3 L GoWesty Motor?

Ich meine den hier: 2300cc Engine | GoWesty Der Umbau von einem Einspritzer auf den GoWesty ist sicher etwas einfacher als wenn man als Basis einen Vergasermotor hat. Immerhin muss beim Syncro der Tank nicht geändert werden, dafür Kabelbaum etc. Ein günstiger Umbau ist das also nicht.

Nein, günstig nicht…die Frage ist ob der 2.3l Motor dann schon wieder zu viel Drehmoment hat. Aber soweit ich weiss musst du da nciht so viel ändern am Kabelbaum. Das bleibt einfach gleich ausser du kaufst gleich noch das Injection Kit dazu. Allerdings ist das auch wieder inkl. allen zusätzlichen Kabeln etc…ich denke das lässt sich auf jeden Fall machen. Und auch ein Vorteil ist, dass der 2.3l Motor nur 89 Oktan braucht…im Gegensatz zu einer DJ-Basis mit 98.
Viele Grüsse
Franz

Ja, das Drehmoment ist schon arg an der Belastungsgrenze des Getriebes mit 212nm, wobei die Leistung ja “nur” 114 ps beträgt. Ich hatte mal im Kopf, dass das Getriebe bis 200nm aushalten sollte. @Campino du meinst keine grossen Änderungen am Kabelbaum eines Einspritzers, oder? Der Vergaser hat ja nicht mal ein Digijet/Digifant, da braucht es bestimmt Änderungen (würde ich meinen).
Ja, dass auch “schlechtes” Benzin getankt werden kann wäre definitiv ein Vorteil.

Kann die Digijet oder Digifant auch bei einem 2.0 CU LBX Motor nachgerüstet werden?
Und wenn ja, hat da jemand Erfahrung was das heisst und in etwa kostet?

Gruess
Markus

Ja genau, ich meine mit Einspritzer-Basis…

Such mal nach dem 2.0 CV LBX. Die wurden in die US-Fahrzeuge verbaut.